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A380 nicht mehr im Linienverkehr: Supervogel am Boden

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  • vonMartin Prem
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Es war ein europäisches Prestigeprojekt: Airbus wollte dem Erzrivalen Boeing und seinem Jumbojet mit dem doppelstöckigen A380 den Rang ablaufen. Was Boeing damals schon ahnte, musste Airbus später schmerzhaft erfahren: Die Zeit beider Supervögel neigte sich bereits dem Ende zu.

Die Lufthansa schiebt nun den A380 aufs Altenteil. Andere Fluggesellschaften werden folgen. Das Projekt stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Weil die Komplexität mit der Größe überproportional zunahm, war bereits die Entwicklung des A380 beinahe gescheitert. Auch der Betrieb ließ Wünsche offen.

Luftfahrtkonzept mit Drehkreuz-Flughäfen trägt nicht mehr

Die Dinosaurier der Lüfte brauchen vergleichsweise viel Sprit pro Passagier. Dazu kommt, dass das Luftfahrtkonzept mit Drehkreuz-Flughäfen nicht mehr trägt. Zweimaliges Umsteigen auf Fernstrecken ist für Passagiere eine Qual. Die Umwege sind auch ökologisch unsinnig.

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Sparsame neue Triebwerke haben kleine Flugzeuge langstreckentauglich gemacht. Diese bringen Fluggäste auf direktem Weg billiger zum Ziel. Für Airbus kein Nachteil: Die A320neo und A350 aus Toulouse und Hamburg machen hierbei derzeit eine bessere Figur als die von Problemen geplagten Konkurrenten aus dem Hause Boeing.

Martin.Prem@ovb.net

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