Arbeitskräftemangel hat vielfältige Ursachen

Sprache als Schlüsselqualifikation:Ein Flüchtling aus Syrien, der bei der Deutschen Bahn eine Ausbilung zum Elektroniker macht, präsentiert seinen Arbeitsplatz. dpa

Zum Thema „Arbeitskräftemangel“ und „Rentenprobleme“:

Die Ursache vieler heutiger Probleme liegt in der verfehlten Familienpolitik. Seit Jahrzehnten fehlen ausreichende Geburtenzahlen. Die „Pille“ und straffreie Abtreibung bewirkten einen jährlichen Mangel an über 200000 Neugeborenen, im Laufe von etwa 40 Jahren so viel, dass die deutsche Bevölkerungspyramide nur noch auf ganz schwachen Füßen steht, wie in keinem anderen Volk. Die Folgen dieser Politik sind so schwerwiegend, dass es heute bereits überall an den erforderlichen Nachwuchskräften fehlt. Ministerin von der Leyen vermisst ausreichenden Soldatennachwuchs. Dazu kommt eine Politik, die sich nur um eine Förderung von Industrieproduktion und Exportwirtschaft kümmert und dafür möglichst viele Frauen mobilisiert. Die Leidtragenden sind die Familien und Kinder, für die viele Reden geschwungen werden, aber nur wenige Taten folgen – siehe mangelnde finanzielle Hilfen bei der Erziehung, aber großzügige Summen für die Kita-Einrichtungen (Kosten mindestens 700 Euro pro Kind und Monat!), obwohl diese nicht für alle Tage und Wochen zur Verfügung stehen. Viele Gelder gehen sogar ins Ausland. Dabei sind unsere Kinder die künftigen Beitragszahler für die Renten auch der Kinderlosen, und wenn das nicht reicht: auch Steuerzahler! Kitakinder leiden unter fehlendem Urvertrauen in der Geborgenheit ihrer Familie. Erfahrungen eines echten Familienlebens mit Geschwistern fehlen ihnen ganz. Einzige Hilfen, die leider viel zu wenig gefördert werden, bieten bisher „Eltern- und Kindgruppen“ nach dem Programm des Bayerischen Staatsinstituts für Frühpädagogik nach dem Motto „Eltern bei der Erziehung helfen mit viel Spiel und Spaß“. Welcher Politiker hat die erforderlichen Aufgaben erkannt? Daniela Ludwig, CSU-Bundestagsabgeordnete, antwortete mir nicht mehr.

Paul Rohkst Kolbermoor

Fast jeder kennt die Mühen, mit dem Deutsch bestimmter Berufe zurechtzukommen, Beispiele die Juristerei oder im Technikbereich das arteigene Englisch. Um wie viel mehr betrifft das aktuell die Flüchtlinge. Vorausgesetzt, der Betroffene hat die Bedingungen zum Aufenthalt und zur Arbeit erfüllt, er ist fleißig und vertrauenswürdig, so braucht er zusätzlich die Kenntnis der deutschen Sprache. Auch wenn er über ein Basisdeutsch (etwa dritte Grundschulklasse) verfügt, so hat fast jeder Beruf bestimmte Fachbegriffe und Wendungen, die zur Einstiegshürde werden.

Ein erklärender Abriss spezifischer Ausdrücke in Form von Infoblättern würde den jungen Leute fremder Herkunft helfen, sich zu den derzeit begehrten, weil im Lande fehlenden Fachkräften heranzubilden. Dass es am richtigen Deutsch der Lehrbücher zuweilen fehlt, steht auf einem anderen Blatt.

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