Gerichtsurteil

Frau wird kurz vor Abreise Flug verweigert - doch vor Gericht geht sie leer aus

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Bei der Einreise nach Ägypten müssen Urlauber darauf achten, dass ihr Reisepass oder Personalausweis noch mindestens sechs Monate gültig ist.

Nicht ins Flugzeugs gelassen zu werden, ist ärgerlich. Besonders, wenn dies vermeidbar gewesen wäre. Einer Frau geschah dies - und sie ging obendrein vor Gericht noch leer aus.

München - Ein Urlauber muss beweisen können, dass er vom Reisebüro falsch über Einreisebestimmungen beraten wurde - sonst bleibt er auf den Kosten sitzen, wenn er wegen unzureichender Ausweispapiere nicht an Bord eines Flugzeugs gelassen wird.

Außer Spesen nichts gewesen: Beweislast bei Urlauberin

Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts München (Az.: 271 C 12313/16), über das die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht aktuell" berichtet.

In dem verhandelten Fall ging es um eine Flugreise nach Ägypten. Die Klägerin hatte einen Personalausweis, der noch fünf Monate gültig war. Ihr Ehemann besaß nur einen vorläufigen Personalausweis. Für die Einreise nach Ägypten ist aber ein Reisepass oder ein Personalausweis mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit über die Reise hinaus nötig. Die Urlauber durften daher nicht mitfliegen.

Der Reiseveranstalter hatte in seinen Katalogen über die Einreisebestimmungen informiert. Die Klägerin behauptete, der Mitarbeiter im Reisebüro habe auf Nachfrage behauptet, dass die Einreise mit vorläufigem Personalausweis möglich sei. Das wies der Mann zurück. Die Beweislast lag bei der Urlauberin - daher ging sie leer aus.

Auch interessant: Was Sie niemals auf Ihren Gepäckanhänger schreiben sollten.

dpa/tmn

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Zurück zur Übersicht: Reise

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Kommentare