Urlaub nach Corona

Fliegen nach der Pandemie: Steigen die Ticketpreise?

Der Airbus der französischen Fluggesellschaft Air France hebt vom Flughafen Tegel ab.
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Nach der Corona-Pandemie möchten viele wieder in den Urlaub fliegen.
  • Laura Wittstruck
    vonLaura Wittstruck
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Durch die Corona-Beschränkungen ist der Flugverkehr beinahe zum Erliegen gekommen. Wie wird es nach der Pandemie weitergehen?

Endlich wieder ins Flugzeug steigen und ferne Länder erkunden: Das wünschen sich in der derzeitigen Situation viele Deutsche. Wann das wieder so unbeschwert wie vor der Corona-Pandemie möglich sein wird, ist allerdings noch völlig unklar. Fest steht aber: Unsere Art zu Reisen wird sich verändern. 2021 beispielsweise wollen viele Menschen lieber in Deutschland Urlaub machen*, als eine Fernreise zu unternehmen. Besonders beliebte Ziele sind die Ost- oder Nordsee. Auch Ferienhäuser statt Hotels werden für viele immer attraktiver sowie die Anreise dorthin mit dem Auto.

Die günstigen Preise, die man in den letzten Jahren beim Urlaub gewohnt war, werden aber vermutlich erstmal nicht zurückkehren. Davon wird auch der Flugverkehr betroffen sein, besonders wenn die Passagierzahlen wieder in die Höhe schnellen .

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Flugpreise gesteuert von Angebot und Nachfrage

In einem Interview mit Travelbook äußerte sich der Pressechef von Tui Deutschland, Aage Dünhaupt, zur Preisentwicklung in der Flugbranche. Diese werde stark von Angebot und Nachfrage beeinflusst. Letztere wird nach Ansicht von Dünhaupt schnell zurückkommen. Immerhin warten viele bereits jetzt ungeduldig darauf, wieder im Flieger sitzen zu können. „Dieses Verreisen-Wollen ist irgendwie schon in der DNA des Menschen.“ Das bedeutet auch: Flugpreise werden deutlich ansteigen.

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Corona-Krise: Positive Veränderungen in Reisebranche

Doch Dünhaupt sieht durchaus auch positive Veränderungen, die durch die Corona-Pandemie angestoßen wurden. Dazu zählt vor allem eine andere Einstellung gegenüber dem Reisen: Durch die Pandemie und die daraus resultierenden Beschränkungen wisse man seine eigene Reisefreiheit wieder deutlich mehr zu schätzen. Außerdem könne man einige Änderungen, die zum Beispiel durch neue Hygieneregeln bedingt wurden, auch nach der Corona-Krise beibehalten. Als Beispiel nennt Dünhaupt die beliebten Hotel-Buffets. Seitdem sich Touristen dort vielerorts nicht mehr selbst den Teller vollmachen dürfen, sondern vom Personal bedient werden, würden sie sich wesentlich weniger aufladen. „Das heißt, wir haben dann hinterher weniger Food-Waste – ein positiver Corona-Effekt.“

Wann Flugreisen wieder möglich sein werden, ist momentan schwer vorherzusagen. Dünhaupt wünscht sich allerdings auch während der Pandemie einen anderen Umgang der Regierung mit der Ausgabe von Reisewarnungen. Anstatt einzelne Länder pauschal als Risikogebiet abzustempeln, plädiert er dafür, sich die einzelnen Regionen genauer anzuschauen und die konkrete Gefahr, sich dort anzustecken: „Wenn die Kanarischen Inseln sicher sind, dann gibt es da gar keinen Grund, eine Reisewarnung auszusprechen.“ (lw)*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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