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Große Veränderung bei Instagram: Wesentliches Feature wird verborgen

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Instagram plant eine große Änderung - ob Nutzern das schmecken wird?
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Instagram lebt von der Interaktion zwischen den Nutzern. Allerdings will der Social-Media-Dienst nun eines seiner wesentlichen Features verbergen - die Likes.

Likes sind in den sozialen Netzwerken ein Fluch und ein Segen. Die einen fühlen sich in ihrer Meinung und Person bestätigt, wenn sie viele Likes bekommen, die anderen verunsichert, wenn dem nicht so ist. Um den Wettbewerb unter den Nutzern einzuschränken, will Instagram deshalb die Likes für Fotos und Videos verbergen.

Instagram will Likes verbergen - auch in Deutschland?

Vor drei Monaten startete Instagram einen dementsprechenden Test in Kanada, der wohl gut angekommen zu sein scheint. Denn nun wird diese Neuerung auch in sechs weiteren Ländern ausgerollt: Australien, Brasilien, Irland, Italien, Japan und Neuseeland. Deutschland ist von diesem Update bisher ausgenommen.

Der ein oder andere wird dies vermutlich als frustrierend empfinden, doch es gibt ein Trostpflaster: Die Person selbst kann immer noch sehen, wie viele Likes sie für ein Bild oder Video bekommen hat. Nur den anderen Nutzern bleibt diese Info verborgen. So können auch Influencer immer noch einschätzen, ob ihre Posts gut laufen.

Hintergrund für diese Änderung ist die Ambition, den Wettbewerb auf dem sozialen Netzwerk einzudämpfen, wie Instagram-Chef Adam Mosseri laut Medienberichten im Rahmen der Facebook-Entwicklerkonferenz F8 erklärte: "Wir möchten, dass sich die Leute weniger Sorgen darüber machen, wie viele Likes sie bekommen, und sie lieber etwas mehr Zeit mit den Menschen verbringen, die ihnen wichtig sind."

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Video: Das ändert sich ohne die Likes

Instagram ohne Likes? Das sagen Experten dazu

Sinnvoll ist diese Maßnahme allemal, denn eine Studie des "Pew Research Center" von 2018 fand heraus, dass beinahe 40 Prozent der Jugendlichen sich bei der Auswahl der richtigen Posts unter Druck gesetzt fühlen, um möglichst viel Reaktion zu bekommen.

Es gibt aber auch Kritik: Karen North, Social-Media-Expertin der University of Southern California meint zum Beispiel, dass es nicht viel ändern würde. Der Washington Post erklärt sie, dass Jugendliche immer noch mit Fotos von Partys konfrontiert werden würden, zu denen sie nicht eingeladen worden sind. Stattdessen könne es die Verbundenheit der Nutzer untereinander schmälern: "Während wir uns auf die negativen Auswirkungen vom Like-Vergleich konzentrieren können, ist es ebenso wahr, dass es Menschen Spaß macht, Beiträge, Freunde oder Influencer zu unterstützen."

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