Neuer Beschluss

Für EU-Bürger bleiben eu-Domains nach Brexit verfügbar

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EU-Bürger, die dauerhaft oder übergangsweise in Großbritannien leben, dürfen ihre eu-Internetadressen behalten. Foto: Monika Skolimowska

Um eine eu-Internetadresse zu registrieren, muss man in der Regel zumindest in einem EU-Mitgliedsstaat wohnen. Aber was geschieht mit in Großbritannien registrierten eu-Domains, wenn es zum Brexit kommt?

Berlin (dpa/tmn) - Wenn Großbritannien aus der EU austritt, können britische Bürger, Unternehmen oder Organisationen eu-Internetadressen nicht mehr registrieren oder verlängern. Eine Ausnahme will die EU-Kommission für EU-Bürger machen, die dauerhaft oder übergangsweise in Großbritannien leben.

Diese sollen im Falle eines Austritts unabhängig von ihrem Wohnort eu-Domains weiter nutzen oder auch neue Adressen registrieren können, heißt es in einer Bekanntmachung der EU-Kommission.

Britischen Bürgern und Firmen dürfte die für die eu-Domain zuständige Registrierungsstelle Eurid bestehende eu-Adressen nach einem Brexit rein rechtlich gesehen sogar entziehen. So hat der Europäische Gerichtshof bereits 2012 entschieden, dass eu-Adressen nur für innerhalb der EU ansässige Unternehmen gedacht sind (Az.: C-376/11).

Konkret urteilte das Gericht, dass eine Firma, die eine Marke als eu-Domain registrieren lassen möchte, zum einen ihren Sitz in einem EU-Mitgliedsstaat haben muss und zum anderen die Domain auch selbst kommerziell nutzen muss.

Mitteilung der EU-Kommission zu EU-Domains

EUGh-Urteil

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