Beim Satanspilz!

Diese Apps kennen Flora und Fauna

Giftig oder essbar? Wer im Herbst gerne in die Pilze geht, kann sich die App "Pilzator" aufs Smartphone laden. Arten lassen sich hier mit einem Foto bestimmen. Foto: Dorothée Wallois
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Giftig oder essbar? Wer im Herbst gerne in die Pilze geht, kann sich die App «Pilzator» aufs Smartphone laden. Arten lassen sich hier mit einem Foto bestimmen. Foto: Dorothée Wallois
Mit dem kostenfreien Programm "BirdNET" lassen sich Vogelstimmen aufzeichnen - so finden Nutzer heraus, welcher Vogel da gerade zwitschert. Foto: Stefan Kahl
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Mit dem kostenfreien Programm «BirdNET» lassen sich Vogelstimmen aufzeichnen - so finden Nutzer heraus, welcher Vogel da gerade zwitschert. Foto: Stefan Kahl
Die Anwendung "Nature Free - Europa" liefert in ihrer kostenfreien Version Infos zu 750 Pflanzen- und Tierarten Europas. Foto: Nature Free Europa
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Die Anwendung «Nature Free - Europa» liefert in ihrer kostenfreien Version Infos zu 750 Pflanzen- und Tierarten Europas. Foto: Nature Free Europa
Der Name "Pilzsuche Ultra" lässt es schon vermuten: Diese kostenpflichtige App ist mit ihren mehr als 1100 Beschreibungen etwas für passionierte Pilzsammler. Foto: Mykomedia
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Der Name «Pilzsuche Ultra» lässt es schon vermuten: Diese kostenpflichtige App ist mit ihren mehr als 1100 Beschreibungen etwas für passionierte Pilzsammler. Foto: Mykomedia
Mit der App "Naturblick" kann man unter anderem mit Angaben zur Form der Blätter Baumarten bestimmen. Foto: Sophie Bengelsdorf/Museum für Naturkunde
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Mit der App «Naturblick» kann man unter anderem mit Angaben zur Form der Blätter Baumarten bestimmen. Foto: Sophie Bengelsdorf/Museum für Naturkunde
Seltenes Reptil gesucht! Die App "Feuersalamander in Hessen" gehört eher zur Kategorie Naturapps aus der Nische. Foto: Feuersalamander Hessen
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Seltenes Reptil gesucht! Die App «Feuersalamander in Hessen» gehört eher zur Kategorie Naturapps aus der Nische. Foto: Feuersalamander Hessen
Die Wildblumen auf der grünen Wiese lassen sich mit der App "Flora Incognita" der Technischen Universität Ilmenau erkunden. Foto: Technische Universität Ilmenau
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Die Wildblumen auf der grünen Wiese lassen sich mit der App «Flora Incognita» der Technischen Universität Ilmenau erkunden. Foto: Technische Universität Ilmenau
Mit der App "Insektenwelt" lassen sich nicht nur Arten bestimmen. Seine Beobachtungen kann man regelmäßig auch den Naturschützern des Nabu melden, die die Insekten in Deutschland zählen. Foto: Eric Neuling
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Mit der App «Insektenwelt» lassen sich nicht nur Arten bestimmen. Seine Beobachtungen kann man regelmäßig auch den Naturschützern des Nabu melden, die die Insekten in Deutschland zählen. Foto: Eric Neuling
Rhododendren liefern Bienen Nahrung - doch wie wachsen diese besonders gut? Auf solche Fragen liefert die "Bienen-App" erste Antworten. Foto: BMEL
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Rhododendren liefern Bienen Nahrung - doch wie wachsen diese besonders gut? Auf solche Fragen liefert die «Bienen-App» erste Antworten. Foto: BMEL
Was blüht hier so schön? Unter Umständen kann die App "Pl@ntNet" hier bei der Bestimmung weiterhelfen. Foto: PlantNet
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Was blüht hier so schön? Unter Umständen kann die App «Pl@ntNet» hier bei der Bestimmung weiterhelfen. Foto: PlantNet

Schwirrt da oben eine Blau- oder eine Kohlmeise? Und wie heißt eigentlich dieser Baum hier? Gut, dass das Smartphone zu Hand ist. Denn bei der Bestimmung von Tieren und Pflanzen leisten Apps wunderbare Dienste.

Giftig oder essbar? Wer im Herbst gerne in die Pilze geht, kann sich die App «Pilzator» aufs Smartphone laden. Arten lassen sich hier mit einem Foto bestimmen. Foto: Dorothée Wallois

Berlin (dpa/tmn) - Den Sommer nutzen viele Menschen zu langen Spaziergängen durch die Natur. Da fallen einem die blühenden Blumen und sprießenden Bäume, die zwitschernden Vögel und das Rascheln im Unterholz besonders auf.

Nicht nur Hobby-Ornithologen wollen dann wissen, welcher Piepmatz das Geräusch eben von sich gab oder vor welchem Strauch sie gerade stehen. Früher musste man dicke Bestimmungsbücher wälzen, heute helfen Apps bei der Recherche.

Die meisten dieser Anwendungen sind allerdings auf bestimmte Lebensräume oder Lebewesen spezialisiert. Der Grund: «Apps, die alles Wichtige zu Flora und Fauna enthalten, sind technisch wegen des großen Datenvolumens eher schwierig umzusetzen», erklärt Nicole Flöper vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Ein Überblick:

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat mit der «Waldfibel» eine App eingerichtet, die Informationen rund um Bäume, Pflanzen und Tiere bündelt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Nutzer können sich beispielsweise Tierstimmen anhören und Baumhöhen messen. Eine Alternative ist «Nature Free - Europa» - diese App umfasst in der kostenfreien Version 750 Pflanzen- und Tierarten Europas.

Vermeintliche Pilz-Experten gibt es viele. Doch ehe man Pilze bei der Suche im Wald ins Körbchen packt, sollte man sich seiner Sache lieber sicher sein. Etwa, ob man jetzt einen Flockenstieligen Hexen-Röhrling - gegart ein leckerer Speisepilz - vor sich hat oder einen giftigen Satans-Röhrling, auch Satanspilz genannt. Apps liefern die Antwort.

Bei «Pilzator» lässt sich ein Pilz automatisch bestimmen, indem man ihn fotografiert. Alternativ nutzen Naturgourmets «Pilzsuche Ultra»: Das kostenpflichtige Programm enthält über 1100 Detailbeschreibungen. Anwender können mithilfe von Gattungsmerkmalen herausfinden, um welchen Pilz es sich handelt.

Neben Pilzen befinden sich im Wald auch viele Kräuter und Wildblumen, die man essen kann. Um die Genießbarkeit herauszufinden, bietet sich etwa die Software «Naturblick» an.

Die Programme «Pl@ntNet» und «Flora Incognita» helfen bei der Erkundung von Pflanzen. Und in der kostenpflichtigen App «Baum Id Deutschland» bekommen Anwender Informationen zu 105 in Deutschland heimischen und eingebürgerten Baumarten mit 600 Bildern.

Wer zwitschert da eigentlich in den Bäumen? Beim Erkunden von Vögeln hilft die Software «Vogelwelt» des Nabu. Einfach Merkmale des gesuchten Vogels eingeben - schon werden Vorschläge gemacht.

Wer über das Tschilpen und Zwitschern mehr über einen Vogel herausfinden möchte, findet verschiedene Vogelstimmen-Programme. «BirdNET» ist kostenfrei und in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Chemnitz entstanden. Beim kostenpflichtigen «Vogelstimmen ID» können die Rufe der Vögel abgespielt und Vogelstimmen ähnlicher Vogelarten direkt miteinander verglichen werden.

Biene, Libelle, Fliege: In der Nabu-App «Insektenwelt» mit 122 Artenporträts lassen sich eigene Beobachtungen speichern und teilen. Die automatische Fotoerkennung mache die Artenbestimmung speziell für Kinder leicht, beschreibt Luise Knoblich von der Universität Jena.

Will man den Falter zuordnen, der einem vor der Nase umherfliegt, öffnet man die kostenpflichtige App «Schmetterlinge bestimmen». Über die Eingabe von Merkmalen wie Flügelfarbe oder Körperform kann eine Auswahl getroffen werden - danach bekommt man die entsprechenden Falter in einer Übersichtsliste mit Bild und Kurzbeschreibung.

Wer bei seinen Ausflügen noch etwas Gutes für die Natur tun möchte, der kann mithilfe der App «Feuersalamander in Hessen» melden, wenn er das Reptil in der Wildbahn beobachtet hat. Nur: Oft wird die Software auf dem Smartphone wohl nicht zum Einsatz kommen. «Schöne App», lobt ein Nutzer online, «leider findet man die Salamander so selten».

Waldfibel

Nature Free - Europe

Pilzator

Pilzsuche Ultra (3,79 Euro)

Naturblick

Pl@ntnet

Flora Incognita

Baum Id Deutschland (iOS 6,99 Euro; Android 4,99 Euro)

Vogelwelt

BirdNET

Vogelstimmen ID (4,99 Euro)

Insektenwelt

Schmetterlinge bestimmen (1,66 Euro)

Feuersalamander in Hessen

Rubriklistenbild: © Dorothée Wallois

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