Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Schuldnerberatung

Möglichst früh Hilfe bei Überschuldung suchen

Jemand klingelt bei einer Schuldnerberatung
+
Drückt die Schuldenlast? Amtlich anerkannte Beratungsstellen helfen in der Regel kostenlos.

Wenn der Vermieter mit Räumung droht oder sich bereits der Gerichtsvollzieher angekündigt hat, ist es oft zu spät für die Schuldnerberatung. Doch wann muss man handeln?

Düsseldorf/Berlin - Das Konto ist überzogen, die monatlichen Rechnungen sind aber nicht beglichen: Wer beginnt, mit seinen finanziellen Verpflichtungen zu jonglieren, ist auf dem besten Weg in die Überschuldung. Wer erste Anzeichen erkennt, sollte sofort eine Schuldnerberatung aufsuchen.

„Erfahrungsgemäß gehen viele Menschen zu spät in die Beratungsstelle“, sagt Christoph Zerhusen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Nämlich dann, wenn die Zahlungsunfähigkeit schon eingetreten ist.

Besser sei es, sich möglichst früh Hilfe zu suchen, sagt Ines Moers von der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (BAG-SB). Das könne zum Beispiel sein, wenn ein Inkassoschreiben mit unerwartet hohen Kosten ins Haus flattert oder der Gerichtsvollzieher die Abgabe einer Vermögensauskunft fordert.

Anerkannte Beratungsstellen arbeiten meist kostenlos

Gute Anlaufadressen für Schuldnerberatungen sind Wohlfahrtsverbände, Kommunen und Verbraucherzentralen. „Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Beratungsstelle amtlich anerkannt ist“, sagt Zerhusen. Unter www.meine-schulden.de sollen Schuldner ab Jahresende in einem Adressverzeichnis geeignete Beratungsstellen finden können. Aktuell stehen auf der Webseite zum Beispiel Informationen darüber bereit, wie die Schuldnerberatung abläuft.

Vorteil der anerkannten Beratungsstellen: Sie arbeiten in der Regel kostenlos. „Wo doch Kosten anfallen, sollten diese auf jeden Fall vor Beginn der Beratung geklärt werden, damit es am Ende keine bösen Überraschungen gibt“, sagt Zerhusen. In ganz Deutschland bestehe aber ein sehr gut ausgebautes gemeinnütziges Angebot in öffentlicher Trägerschaft.

Achtung bei Lockangeboten im Netz

Achtung: Gerade im Internet werben viele Anbieter mit schneller Beratung und kostenlosem Erstgespräch. Oft seien das aber Lockangebote, an die teure Beratungsverträge geknüpft sind, warnt Moers. Sie rät: „Lassen Sie sich darauf nicht ein – eine gute Schuldnerberatung muss nichts kosten!“

Wie schnell man einen Termin bei der Schuldnerberatung bekommt, ist regional sehr unterschiedlich. Mitunter liegen die Wartezeiten laut Moers bei bis zu acht Monaten. Wer allerdings in eine existenzbedrohende Situation geraten ist - zum Beispiel bei Kontopfändung oder drohendem Wohnungsverlust -, sollte bei der Terminanfrage unbedingt darauf hinweisen. Für solche Fälle böten fast alle Beratungsstellen eine kostenfreie und sofortige Notfallberatung an, sagt Moers. dpa

Kommentare