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Veggie-Wurst enttäuscht oft im Geschmack

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Sieht aus wie Wurst, ist aber keine: Eiklar oder Soja geben dem Veggie-Aufschnitt Struktur. Foto: Stiftung Warentest

Veggie-Produkte sind aus den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Mit der Nachfrage stieg in den letzten Jahren auch Vielfalt. Doch kann der Fleischersatz geschmacklich mit herkömmlichen Wurstwaren mithalten?

Berlin (dpa/tmn) - Wer sich ohne Wurst ernähren möchte, greift zu Aufschnitt, der zumindest aussieht wie Salami oder Lyoner. Die bestehen aus Soja und Eiklar. Die sind zwar fettarm, kommen dem Original aber längst nicht immer nahe.

20 Wurstersatz-Produke hat die Stiftung Warentest auf Schadstoffe, Keime und Geschmack geprüft. Ergebnis: Zwölf schneiden gut ab, sechs befriedigend, zwei mangelhaft, berichtet "test" (Ausgabe 3/2019).

Zu den Testsiegern zählt ausgerechnet ein Wurstfabrikant. Die vegetarische Salami von "Rügenwalder Mühle" (1,68 Euro/100 g) ähnelt echter Salami am meisten und erhielt dafür das Prädikat "gut". Ebenso wie die vegane "Heirler wie Salami vegan" (2,39 Euro). Weitere fünf Ersatz-Salamis sind weit weg vom Original, haben eine brotähnliche und zum Teil pumpernickelartige Geschmacksnote. Ein Produkt entpuppte sich bei der Verkostung am Mindesthaltbarkeitsdatum als verdorben - mit aufgeblähter Verpackung und fremdsäuerlichem Geschmack.

In der Kategorie Lyoner/Mortadella erreichten 10 von 13 brühwurstähnlichen Produkten ein "gut". Der Vorteil zu echten Lyoner: Die Veggies haben nur halb so viel Fett. Auch hier heißt der Sieger "Rügenwalder Mühle" - mit "Schinken Spicker" (1,66 Euro). Neben zwei befriedigenden Produkten ("zu säuerlich") erhielt eine Veggie-Mortadella ein "Mangelhaft". Sie war mit Krankheitskeimen belastet und ist inzwischen nicht mehr erhältlich.

Test zu Veggie-Wurst

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