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So macht Ihr es richtig

Detox - Frühjahrsputz für Körper und Geist

Detox Rosenheimerin 02/2021
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Detox-Smoothies oder -Tees unterstützen den Entgiftungsvorgang und regen den Stoffwechsel an.
  • Claudia Kuhlmann-Seineke
    VonClaudia Kuhlmann-Seineke
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Im ersten Moment klingt es alarmierend, das Wort „Detox“. Immerhin ist es die Abkürzung von Detoxifikation und bedeutet Entgiftung. Wer diesen gefährlich anmutenden Begriff nicht allzu wörtlich nimmt und ihn durch Entschlackung, Erholung oder Ruhephase für den eigenen Körper ersetzt, kommt der tatsächlichen Bedeutung viel näher.

von Claudia Kuhlmann-Seineke

Es ist Frühling! Die Natur zeigt sich in neuer Kraft und blüht auf, nur man selbst fühlt sich so überhaupt nicht frühjahrsfrisch in der eigenen Haut. Ein gründlicher innerer Hausputz kann helfen, die müden Entgiftungsorgane wie Nieren und Leber zu entlasten, die infolge von schlechter und übermäßiger Ernährung, Stress und Schadstoffen ordentlich strapaziert sind. Durch den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wird der Körper von innen heraus entschlackt, Detox-Smoothies oder -Tees unterstützen den Entgiftungsvorgang und regen den Stoffwechsel an. Positiver Nebeneffekt: Mit der Entschlackung purzeln ein paar hartnäckige Winterpfunde von den Hüften. Zwei der gängigsten Detox-Kur-Methoden sind das Basenfasten und Trinkkuren mit viel Wasser, Säften und Smoothies.

Regulierung des Stoffwechsels

Fette Nahrungsmittel, Weißmehlprodukte, Fleisch, Zucker, Alkohol, Bewegungsmangel und das Rauchen übersäuern unseren Körper und führen dazu, dass der körpereigene pH-Wert gehörig aus der Balance kommt und der Transport von Nährstoffen und Hormonen ins Stocken gerät. Typische Anzeichen einer Übersäuerung sind ständige Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Zahnprobleme, Schlafstörungen, unreine Haut und Übergewicht. Mit einer basischen Ernährung bringt man auf einfache und natürliche Weise den Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht.

Basenfasten

Eigentlich ist Fasten hier der falsche Ausdruck, denn beim Basenfasten darf man richtig zuschlagen – aber eben nur bei basischen Lebensmitteln. Alle frischen und pflanzlichen Nahrungsmittel werden vom Organismus basisch verstoffwechselt und bringen auf effektive Weise den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Lot. Erst einmal auf den Geschmack gekommen, kann mit einer zweiwöchigen basischen Fastenkur der Einstieg in eine langfristig basenreichere Ernährung gelingen, die nachweislich den körpereigenen Regenerationsprozess unterstützt und Selbstheilungsprozesse beschleunigt. Darüber hinaus schafft man mit basischer Ernährung eine gesunde Präventivmaßnahme gegen Krankheiten wie Gicht, rheumatische Arthritis und Osteoporose.

Die wichtigsten basischen Lebensmittel und Getränke auf einem Blick

•    Bio-Gemüse, Blattsalate und Kartoffeln
•    Bio-Obst (auch Trockenfrüchte)
•    Pilze (auch getrocknet möglich)
•    Gewürze und frische Kräuter
•    Keimlinge und Sprossen
•    hochwertige Bio-Öle wie Hanf-, Walnuss-, Lein- oder Olivenöl
•    viel stilles, lauwarmes Wasser (gerne mit ein paar Spritzern Zitrone)
•    Bio-Kräutertees oder spezielle Basentee-Mischungen 
•    mit Wasser verdünnte Säfte aus frischem Gemüse und Obst

Heilkraft des Wassers

Manchmal hört man sie aus der Erinnerung, die ermahnenden Worte der eigenen Mutter: „Kind, du trinkst zu wenig Wasser.“  Wie recht sie hatte, belegt die Wissenschaft: Wer viel Wasser trinkt, der tut seinem Körper Gutes und hilft ihm dabei, Gift- und Abfallstoffe auszuschwemmen. Jede einzelne Körperzelle tauscht etwa 100 Mal pro Minute das Wasser komplett aus, um den Körper frisch zu halten und mit Nährstoffen zu versorgen. Warum die Schlacken und Schadstoffe also nicht einfach wegtrinken? Trinkkuren haben eine lange Tradition in der Heilkunde, schon vor hunderten von Jahren trank der Mensch Wasser, um sein Innenleben zu reinigen. Eine rein flüssige Woche kann tatsächlich wahre Entgiftungswunder bewirken. Eine Trinkkur umfasst mindestens drei, besser vier Liter Flüssigkeit am Tag und sollte nicht länger als sieben Tage dauern. 

Trinkkur

Effektiv ist folgender Tagesplan nach Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln: Vor dem Frühstück, direkt nach dem Aufstehen, ein großes Glas lauwarmes Wasser. Zum Frühstück drei bis vier Tassen entkoffeinierten grünen Tee oder einen milden, ungesüßten Kräutertee. Für Kaffeetrinker gilt: Eine große Tasse am Tag sollte reichen. Bis 14 Uhr pro Stunde ein großes Glas stilles Wasser, danach bis zum Abend regelmäßig kleine Wasserrationen „tanken“, vor dem Zubettgehen noch einmal ein großes Glas lauwarmes Wasser.

Powerbooster Smoothies

Eine abwechslungsreiche, leckere Variante der flüssigen Entgiftung sind Detox-Smoothies. Sie führen dem Körper genau die Nährstoffe zu, die er braucht, entlasten Organismus und Magen-Darm-Trakt und sorgen für einen echten Stoffwechsel-Boost. Fünf Portionen am Tag sind die Regel, der Obst- und Gemüseanteil sollte dabei ausgewogen sein. Trotz ihrer sämigen Konsistenz und dem hohen Vitamingehalt sind Smoothies aber nicht als vollwertige Ernährung zu sehen. Deshalb sollte ein Detox-Zyklus nicht länger als drei bis vier Tage dauern. Wer die Energiedrinks allerdings regelmäßig in seinen normalen Ernährungsalltag integriert, verlängert den positiven Effekt. 

Smoothies sind ruckzuck nach eigenem Gusto gemacht. Die Basics, die man braucht: Einen gut gefüllten Obst-Gemüse-Korb, frische Kräuter, ein paar Chia- oder Leinsamen und einen Standmixer. Was man sonst noch in den entschlackenden Superfood-Cocktail mischt, entscheidet der eigene Geschmack. Tolle Rezepte für die selbstgemachte Detox-Smoothies-Kur gibt es mannigfaltig im Internet, beispielsweise unter www.cooknsoul.de.

Digital Detox – offline ist der neue Luxus

Der Trend zur digitalen Entziehungskur kommt ausgerechnet aus der Keimzelle von IT und Hightech, aus dem Silicon Valley in Kalifornien. Für die Erfinder der Offline-Therapie, Brooke Dean und Levi Felix, ist es notwendiges Ziel, regelmäßig aus der digitalen Welt auszusteigen, um Stress abzubauen und den Einklang zwischen Körper, Geist und Seele wiederherzustellen. Sind wir nicht alle ein bisschen süchtig nach permanenter Erreichbarkeit, dem ständigen Checken von Mails und Social-Media-Kanälen? Das macht allerdings nicht nur den Nacken steif, sondern hat Einfluss auf unser Gehirn. Der neue Medienkonsum fordert Geist wie Sinnesorgane gleichermaßen und kann neben Überforderung sogar zu Schlafstörungen, Burn-out und Depression führen. Selbst das digitale Vorzeigeunternehmen Apple schickt seine Crew auf digitalen Entzug, damit deren Hirnwindungen Entspannung finden und sich regenerieren können. Also: Stecker ziehen, offline gehen und sich selbst Achtsamkeit schenken.

5 Tipps für die Digital-Diät

1. Bewusstsein schärfen. Den Automatismus, zum Smartphone zu greifen, kritisch hinterfragen und prüfen, wie oft man unnötigerweise den Handgriff macht.

2. Den Moment genießen. Keine Insta-Story ist so wichtig, dass man dafür die Realität vernachlässigt. Nicht alles muss dokumentiert werden, lieber im Hier und Jetzt bleiben und das Handy in der Tasche lassen.

3. Smartphone-Sabbat. Einen handyfreien Tag pro Woche einlegen. Wenn niemand mehr auf sein Mobiltelefon reagieren muss, kommen Ruhe und Kreativität zurück – im Job wie im Privatleben. 

4. Offline-Orte festlegen. Echte Online-Tabuzonen schaffen, sprich: Orte, an denen das Handy keinen Zutritt hat. Schlafzimmer, Auto und der Esstisch sind solch prädestinierte Plätze.

5. Alternativen schaffen. Analog ist entschleunigend. Einfach den nostalgischen Wecker wieder auf den Nachttisch stellen oder beim Kochen Omas tolles Kochbuch nutzen.

Leselust geweckt?


Dieser Artikel erschien erstmals in der Frühjahrsausgabe 02/2021 der Rosenheimerin und Chiemgauerin.

In jeder Ausgabe finden sich bunte Geschichten aus dem Leben, tolle Stories über besondere Menschen und jede Menge Inspiration in Sachen Lifestyle, Fashion, Beauty und Genuss. 

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