Babys und Eltern nicht miteinander verwandt

Frau wird Mutter von falschen "Zwillingen", weil Klinik fataler Fehler unterläuft

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Ein Paar aus dem US-Bundesstaat New York bekam Zwillinge - doch diese waren nicht verwandt mit ihnen! (Symbolbild)
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Es klingt wie aus einem schlechten Film: Ein Paar geht in die Kinderwunsch-Klinik und wird schwanger - doch die Zwillinge sehen ganz anders aus, als die asiatische Mutter.

Was durch das Offenlegen von Gerichtsakten ans Tageslicht kam, sorgte für Aufruhr. Ein US-amerikanisches Paar hatte eine Kinderwunsch-Klinik verklagt - aus einem extrem verstörenden Grund.

Nach Befruchtung im Reagenzglas: Paar ist schwanger mit Zwillingen

Das Pärchen aus dem Ort Flushing, der im Bundesstaat New York liegt, hatte 2012 geheiratet. Doch der heiß ersehnte Kinderwunsch wollte sich auch geraume Zeit danach nicht einstellen. Deshalb entschieden sich A.P. und Y.Z. (zum Schutz der Betroffenen wurden nur die Initialen von Vor- und Nachname bekannt gegeben, wie das Portal RTL.de meldete) für eine Kinderwunschbehandlung. Ü ber die Jahre summierte sich das ausgegebene Geld für Hormontherapien und Besuche bei Fruchtbarkeitskliniken auf sage und schreibe rund 90.000 Euro!

Dann endlich, im September 2018, war es soweit: Y.Z. war schwanger mit Zwillingen! Sie hatte sich einer In-vitro-Fertilisation in der Fruchtbarkeitsklinik CHA Fertility in Los Angeles unterzogen: eine Methode zur künstlichen Befruchtung, bei der Eizellen und Samenzellen im Reagenzglas befruchtet werden. Danach werden eine oder mehrere befruchtete Eizellen in die Gebärmutter der Frau eingesetzt.

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Schreckensszenario für die Eltern: Babys sind nicht mit ihnen verwandt

Doch schnell kamen Zweifel auf. Der Patientin wurden der Klinik zufolge zwei weibliche Embryonen eingepflanzt - ein Ultraschallbild während der Schwangerschaft zeigte aber zwei männliche Föten. CHA Fertility sprach damals von medizinischer Unsicherheit, die vorkommen könne. Doch als die asiatische Mutter dann nach der Geburt ihre Zwillinge zum ersten Mal sah, staunte sie nicht schlecht: Es war keine Ähnlichkeit mit ihr oder ihrem Mann erkennbar.

Was ein folgender DNA-Analyse ergab, schockierte nicht nur die Eltern: Das Paar war nicht mit den Babys verwandt - und die Zwillinge untereinander auch nicht! So kam heraus, dass der Patientin nicht die eigenen befruchteten Eizellen eingepflanzt wurden, sondern die einer anderen Patientin der Kinderwunsch-Klinik. Das Schlimmste an der ganzen Sache: Y.Z. und ihr Mann mussten ihre Zwillinge an die leiblichen Eltern übergeben.

Das Paar zog daraufhin vor Gericht und wartet nun auf den Richterspruch. Die Kinder werden sie zwar nicht zurückbekommen, weil diese rechtlich gesehen den biologischen Eltern gehören. Doch der emotionale Schaden, den das kinderlose Paar erlitten hat, kann vor Gericht mit Schadensersatz vonseiten der Klinik verhandelt werden.

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jg

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