Schritt für Schritt

Antikörper gegen Coronavirus: So bekämpft unser Körper gefährliche Erreger

Wattestäbchen für Corona-Abstrich
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In einem Kölner Labor werden Abstriche auf das Sars-CoV-2-Virus getestet.
  • Nicolai Hackbart
    vonNicolai Hackbart
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Wie reagiert unser Immunsystem auf das Coronavirus? Mit Antikörpern! So funktionieren die wundersamen Helfer.

  • Antikörper sind seit Beginn der Coronavirus*-Krise in aller Munde.
  • Was sind eigentlich Antikörper und wie schützen sie uns vor Krankheiten?
  • Eine Schritt-für-Schritt-Beschreibung, wie sich unser Körper gegen Fremdstoffe wehrt.

Wenn wir uns mit Viren, Bakterien und anderen Krankheitserregern infizieren, bildet das eigene Immunsystem im besten Fall Antikörper, die Erreger unschädlich machen. Auch viele Impfstoffe verfolgen dieses System, in dem wir mit fremden Antikörpern geimpft werden oder zur Bildung von Antikörpern angeregt werden. In der Diskussion um die Bekämpfung des Coronavirus führt deshalb kein Weg an Antikörpern vorbei. Doch was sind Antikörper überhaupt und wie funktionieren sie? Eine Schritt-für-Schritt-Beschreibung soll diese Fragen klären.

1. Krankheitserreger dringen in unserern Körper ein

Es passiert unzählige Male am Tag: Wir nehmen die unterschiedlichsten Fremdstoffe über unsere Nahrung, über die Luft und über die Oberflächen in unserer Umgebung auf. Das meiste davon ist harmlos, doch befinden sich auch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten unter diesen Teilchen, die unserem Körper schaden können. Sobald diese Erreger, etwa das Coronavirus, auf weiße Blutkörperchen stoßen, beginnen die darin enthaltenen B-Zellen mit der Entwicklung eines Antikörpers der an genau diesen Erreger angepasst ist. Das vermeintlich schädliche Teilchen wird auch Antigen genannt.

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2. Ausschüttung der Antikörper

Ist ein Antigen erkannt und die Produktion von Antikörpern in der B-Zelle angelaufen, werden die Antikörper im großen Maße ausgeschüttet. Diese Antikörper können jetzt von einer Seite an den Fremdstoff andocken. Das System erinnert laut netdoktor.at an das Schlüssel-Schloss-Prinzip, da jeder Antikörper genau zu seinem Antigen passt. So muss jeder Körper für das neuartige Coronavirus auch neue Antikörper entwickeln. Nach der Erstinfektion verbleiben sogenannte „B-Gedächtniszellen“ im Körper, um später erneut Antikörper bilden zu können.

3. Zerstörung durch „Fress- und Killerzellen“

Von der anderen Seite docken die Antikörper an körpereigene „Fress- und Killerzellen“ an und halten den Fremdkörper somit fest. Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten werden somit festgehalten und unschädlich gemacht. Diese Zellen sind aber nicht nur dafür geeignet, die Eindringlinge unschädlich zu machen, sondern auch, sie zu zerstören. Sie umschließen den angedockten Erreger und lösen ihn durch Verdauungsenzyme auf. Die unschädlichen Reste werden danach ins Blut abgegeben und ausgeschieden. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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Alltagsmasken und die Materialfrage

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