Auswirkungen auf die Psyche

Morgenmensch oder Nachteule? Warum Sie ab sofort besser früh aufstehen sollten

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Wann wir ins Bett gehen, hängt unter anderem mit 351 Genen zusammen.

Lerchen sind Morgenmenschen, die gerne früh aufstehen und morgens konzentrierter sind als abends. Frühaufsteher sollen einer aktuellen Studie nach sogar psychisch gesünder sein.

Eule oder Lerche? Die Eulen unter uns sind eher Nachtmenschen, die erst nachmittags richtig in Schwung kommen und gerne lange wach bleiben. Lerchen dagegen sind morgens und vormittags am effektivsten - und liegen oft schon um 21.30 Uhr schläfrig auf dem Sofa. Die innere biologische Uhr tickt bei jedem anders - und sie hat wohl einen immensen Einfluss auf die psychische Gesundheit.

Steigern Eulen-Gene das Risiko, eine Depression zu entwickeln?

So hat sich kürzlich ein Forscherteam der Frage gewidmet, wie sich Morgen- und Nachtmenschen in Hinblick auf die Entwicklung von Depressionen und Schizophrenie unterscheiden. Das erstaunliche Ergebnis: Bei Menschen mit für Lerchen typischen Genen war das Risiko an Depressionen und Schizophrenie zu erkranken niedriger als bei Nachtmenschen, so das Wissenschafts-Portal Wissenschaft-Aktuell. Eine Schlussfolgerung der Studienleiter: Bestimmte Eulen-Gene können die Anfälligkeit für psychische Störungen erhöhen.

Für ihre Studie hatten die Forscher um Michael Weedon von der University of Exeter in Großbritannien die Erbgut-Daten von rund 700.000 Menschen ausgewertet. Alle Teilnehmer gaben an, ob sie morgens oder abends aktiver sind. Außerdem standen die Aufzeichnungen der Fitness-Tracker von 85.000 Studienteilnehmern zur Verfügung, die deren Aktivität im Tagesverlauf aufzeichneten.

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Frühaufsteher oder Nachtmensch - 351 Gene haben Einfluss darauf

Mindestens 351 Gene sind dafür verantwortlich, ob ein Mensch eher ein Frühaufsteher oder ein Nachtmensch ist. 24 solcher Gene waren bereits bekannt, die weiteren 327 wurden erst von den Forschern entschlüsselt. Unter den Studienteilnehmer gingen diejenigen mit den meisten "Eulen-Genen" etwa 25 Minuten später ins Bett als diejenigen mit mehr "Lerchen-Genen". Sie wachten entsprechend später auf, aber die Gesamtschlafdauer wie auch die Schlafqualität war bei beiden Teilnehmergruppen gleich. Frühaufsteher bewerteten ihr generelles Wohlbefinden aber höher als die Eulen.

Nicht nur die Gene haben Einfluss: Auch Tageslicht, Ernährung, Temperatur und körperliche Bewegung steuern unseren Schlaf-Wach-Rhythmus.

Zur Studie

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jg

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