Verheerend

24-Jährige stirbt fast, weil sie Pille zur Verhütung benutzt

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Gerichtsprozess um Anti-Baby-Pille.
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Eine Frau nimmt die Pille zur Verhütung. Mit den Auswirkungen des Medikaments hat sie dabei jedoch nicht gerechnet: Es kostet sie fast das Leben.

  • Felicitas Rohrer nahm die Pille zur Verhütung.
  • Kurze Zeit später der Schock: Die junge Frau erlitt eine Lungenembolie mit Herzstillstand.
  • Sie wurde sofort notoperiert - doch die Folgen für sie waren drastisch.
  • Sie verklagte daraufhin den Pharmakonzern Bayer.

Frau erleidet durch Verhütungspille Herzstillstand

Nachdem Felicitas Rohrer aus Bad Säcking im März 2009 die Verhütungspille"Yasminelle" eingenommen hatte, traten bei ihr Atemnot und Erschöpfung auf. Im Juli 2009 erlitt die damals 24-Jährige einen Herzstillstand sowie eine beidseitige Lungenembolie und einen Kreislaufzusammenbruch. Ärzte konnten ihr im Krankenhaus durch eine Not-Operation das Leben retten. Doch Rohrer leidet laut eigener Aussage seither an psychischen und körperlichen Schäden.

Die junge Frau verklagte daraufhin den Pharmakonzern Bayer. Dies ist mittlerweile ganze sieben Jahre her – im Jahr 2011 begann für die Geschädigte eine lange Odyssee an Gerichtsterminen. Felicitas Roher will jedoch nicht aufgeben, denn alleine in den USA zahlte der Pharmakonzern bis dato stolze 2,1 Milliarden US-Dollar an Schadensersatz. Hier wurde sich jedoch laut Berichten meist außergerichtlich geeinigt.

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Herzstillstand durch Pille: Geschädigte wird für ihren Kampf ausgezeichnet

Die inzwischen 34-Jährige möchte weiterhin nachweisen, dass die Verhütungspille "Yasminelle" ein schädigende Wirkung haben kann. Sie macht die Wirkstoffe Drospirenon und Ethinylestradiol für ihre gesundheitlichen Probleme verantwortlich, wie die Deutsche Apothekerzeitung berichtete. Der Fall wurde 2018 vom Landgericht abgelehnt. Im Sommer 2019 ging Rohrer, wie sie der Redaktion mitteilte, in Berufung. Seither liegt der Fall beim Oberlandesgericht Karlsruhe. "Was essentiell für die Klage ist: dass es sich bei der Yasminelle um eine Antibabypille mit höherem Thromboserisiko handelt, was eben nicht im Beipackzettel stand", erklärte Rohrer gegenüber der Redaktion. "Diesen musste Bayer inzwischen ändern."

Dafür, dass Rohrer seit 2011 nie aufgegeben hat im Kampf gegen den Pharmakonzern, wird sie nun  belohnt: Für ihren Einsatz wird sie Ende November mit dem Siegfried-Pater-Preis ausgezeichnet.

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sca

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