Über dem Grundfreibetrag

Haben Sie als Rentner zu viele Einkünfte, müssen Sie diese auch versteuern

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Auch Rentner müssen eine Steuererklärung abgeben, wenn Sie den jährlichen Grundfreibetrag überschreiten.
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Für viele Arbeitnehmer heißt es bis zum 31. Juli wieder: Steuererklärung abgeben. Doch was viele nicht wissen: Auch Rentner müssen dies tun. Wann das gilt, erfahren Sie hier.

Viele Arbeitnehmer freuen sich auf die Rente: Schließlich heißt es dann, Füße hochlegen und den Lebensabend genießen. Doch nicht jeder hat das Glück, die Arbeit ruhen zu lassen - schließlich schaffen es manche nicht, mit dem wenigen Geld, das Ihnen monatlich zusteht, Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Steuererklärung: Haben Sie "zu viele Einkünfte", müssen Sie diese versteuern

Zudem wissen viele nicht, dass die private und gesetzliche Rente sowie Miet- und Kapitaleinnahmen zu den steuerpflichtigen Einnahmen zählen. Das bedeutet konkret: Übersteigt der Gesamtbetrag der Einkünfte den jährlichen Grundfreibetrag, sind Rentner dazu verpflichtet, ebenfalls eine Steuererklärung für 2018 abzugeben. Dieser beträgt 9 .000 Euro für Ledige und 18.000 Euro für Verheiratete (Stand: 2018).

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Doch Vorsicht: Nicht jeder Euro, den Sie aus der gesetzlichen Rentenkasse erhalten, gehört automatisch zu den steuerpflichtigen Einkünften. Erhalten Sie zum Beispiel eine monatliche Rente von 1.500 Euro, müssen Sie nicht die gesamte Summe von 18.000 Euro jährlich versteuern. Stattdessen richtet sich der zu versteuernde Betrag nach dem Jahr, in dem Sie in den Ruhestand gegangen sind.

Nach Renteneintritt: Wann die Rente in voller Höhe steuerpflichtig wird

Wer dies 2004 und 2005 getan hat, bei dem liegt der Besteuerungsanteil - unabhängig, wie alt er ist - bei 50 Prozent des Rentenbetrages. Sind Sie 2006 in Rente gegangen, sind es etwas mehr - und zwar 52 Prozent. Bei Renteneintritt im Jahr 2017 beträgt der Besteuerungsanteil bereits 74 Prozent, im vergangenen Jahr stieg er sogar auf satte 76 Prozent. Allerdings wird mit dem Besteuerungsanteil nur die Rente im Jahr des Rentenbeginns sowie des darauffolgenden Jahres besteuert.

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In den kommenden Jahren wird die Rente dann in voller Höhe nach Abzug des persönlichen Rentenfreibetrags und des Werbungskosten-Pauschbetrags von 102 Euro steuerpflichtig, wie lohnsteuer-kompakt.de berichtet. Daher sollten Rentner, die eine Steuererklärung machen müssen, stets darauf achten, auch anfallende Werbungskosten anzugeben. Gut zu wissen: Da außerdem der Rentenfreibetrag immer gleich bleibt, werden Rentenerhöhungen ab dem dritten Rentenbezugsjahr in voller Höhe steuerpflichtig.

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jp

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