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Mehr Geld, aber auch höhere Kosten

Tankrabatt, Bafög, Mindestlohn: Diese Änderungen stehen ab August 2022 beim Geld an

  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
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Durch gesetzliche Änderungen landet bei vielen Menschen ab August wieder mehr Geld auf dem Konto. Doch an anderer Stelle muss der Gürtel enger geschnallt werden.

Während der Juli vor allem Rentnern, Arbeitnehmern und Hartz-IV-Empfängern mehr Geld beschert hat, profitieren von den gesetzlichen Änderungen im August vor allem Studierende und Auszubildende. Außerdem dürfen sich bestimmte Branchen über einen höheren Mindestlohn freuen. Die zusätzlichen Einnahmen dürften jedoch dank steigender Energiepreise und wegfallender Rabatte nur eine geringe finanzielle Erleichterung bringen.

1. Branchen-Mindestlohn steigt

Bereits im Juli wurde der allgemeine Mindestlohn erhöht. In vielen Branchen gelten jedoch gesonderte Vereinbarungen, die einen höheren Mindestlohn als den gesetzlichen ermöglichen. Dieser branchenbezogene Mindestlohn steigt nun für einige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an. So erhalten Beschäftigte im Steinmetz- und Bildhauerhandwerk ab 1. August einen Branchenmindestlohn von 13,35 Euro pro Stunde, informiert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Zum Vergleich: Der gesetzliche Mindestlohn liegt derzeit bei 10,45 Euro pro Stunde (Stand: August 2022).

Dank einiger Änderungen winkt vielen ab August 2022 mehr Geld im Portemonnaie.

2. Mehr Bafög für Studium und Ausbildung

Auch Studierende, Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler dürfen sich bald über mehr Geld freuen. Zumindest, wenn sie einen Anspruch auf Bafög haben. Dank der Bafög-Reform 2022 erhöhen sich die Sätze um knapp 6 Prozent. Der Förderungshöchstbetrag steigt laut Angaben des Bundesbildungsministerium von 861 Euro auf 934 Euro. Außerdem winken unter anderem höhere Freibeträge sowie höhere Wohnzuschläge für alljene, die nicht mehr bei den Eltern wohnen.

3. Gas- und Strompreise steigen

Laut dem Vergleichsportal Check24 haben knapp 700 Strom- und Gasgrundversorger Preiserhöhungen angekündigt oder bereits durchgeführt. Allein beim Gas wird mit Preiserhöhungen von 200 bis 300 Prozent gerechnet. Auch eine Gasumlage wird bald auf viele zukommen. Verbraucherschützer raten deshalb, schon jetzt ausreichend Geld für die nächste Nebenkostenabrechnung (2023) zurückzulegen. Als Faustformel für Ihre Energie-Rücklagen gilt: Nehmen Sie die monatlichen Energiekosten vom Vorjahr und multiplizieren Sie die Summe mit 2,5. Die Differenz sollten Sie, wenn es finanziell möglich ist, monatlich als Reserve auf einem Tagesgeld-Konto zurücklegen – etwa per Dauerauftrag.

Steuer-Tricks: So sparen Sie bares Geld bei der Steuererklärung

Jedes Jahr legen Sie mit der Steuererklärung dem Finanzamt Ihre Einnahmen und Belastungen offen. Damit Sie nicht unnötig Geld verschenken, haben wir ein paar Tipps für Sie.
Nutzen Sie Pauschbeträge wie die Pendlerpauschale. Letztere können Sie immer angeben, egal ob Sie zu Fuß oder mit dem Auto zur Arbeit kommen. Dafür gibt‘s 35 Cent pro Kilometer (ab 2022: 38 Cent).
Auch mit der Homeoffice-Pauschale von 5 Euro pro Tag (max. 600 Euro im Jahr) lassen sich Steuern sparen. Vorausgesetzt, Sie kommen über die Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro im Jahr.
Auch wer berufsbedingt in eine andere Stadt zieht, kann seine Umzugskosten steuerlich geltend machen.
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4. Ende von 9-Euro-Ticket und Tankrabatt

Am 31. August endet das 9-Euro-Ticket für Bus und Bahn. Seit Juni 2022 konnten Menschen damit bundesweit den Nah- und Regionalverkehr nutzen. Ob es eine Nachfolgelösung geben wird, wird derzeit noch diskutiert. Auch Tanken wird bald wieder teurer: Der Tankrabatt auf Diesel und Benzin gilt nur noch bis Ende August. Verbraucher sollten ihr Auto deshalb gegen Ende August noch einmal auftanken.

Rubriklistenbild: © Sven Simon/Imago

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