Mehrwertsteuersenkung

Das sollten Sie jetzt wissen, wenn Sie Arbeitsmittel von der Steuer absetzen

Die Mehrwertsteuersenkung soll den Absatz von Waren ankurbeln. 
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Die Mehrwertsteuersenkung soll den Absatz von Waren ankurbeln. 

Wer jetzt gekaufte Arbeitsmittel absetzen will, muss bedenken: Der Bruttopreis darf nicht zu hoch sein. Lesen Sie hier die Tipps.

  • Die Mehrwertsteuersenkung soll den Absatz von Waren ankurbeln. 
  • Wer jetzt gekaufte Arbeitsmittel absetzen will, sollte eine Sache beachten.
  • Der Bruttopreis darf nicht zu hoch sein.

Arbeitsmittel, die mehrere Jahre beruflich genutzt werden, dürfen trotzdem komplett im Jahr der Anschaffung als Werbungskosten angesetzt* werden. Unter einer Voraussetzung: Sie bleiben unterhalb eines bestimmten Grenzbetrages. Dieser ändert sich jetzt durch die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Die Regelung gelte nicht nur für Unternehmer, sondern auch für Arbeitnehmer und Vermieter, schreibt dpa.. „Seit dem Jahr 2018 beträgt dieser Grenzbetrag 952 Euro je Wirtschaftsgut“, wird Erich Nöll, Geschäftsführer beim Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine in dem Bericht zitiert. Es handelt sich demnach um einen Bruttobetrag - sprich Betrag inklusive Umsatzsteuer.

Mehrwertsteuer: Neue Grenze für abschreibbare Wirtschaftsgüter

Im Einkommensteuergesetz ist der Nettobetrag von 800 Euro verankert, schreibt die dpa. „Für Anschaffungen ab dem 1.7.2020 bis zum 31.12.2020 gilt jedoch der verringerte Umsatzsteuersatz von 16 Prozent. Im Ergebnis sinkt damit die Grenze für sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter von 952 auf 928 Euro“, so der Experte.

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Lieferungszeitpunkt ist entscheidend

Gut zu wissen: Leistungszeitpunkt ist die Lieferung, nicht Bestellung oder Bezahlung der Ware. Hat demnach zum Beispiel ein Arbeitnehmer im Juni 2020 einen Laptop für 949 Euro bestellt und die Lieferung ist jedoch erst im Juli 2020 erfolgt, müsse der Laptop über die gewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben werden. Anders wäre das, wenn die Lieferung bereits im Juni erfolgt wäre - dann wären die Anschaffungskosten sofort in voller Höhe als Werbungskosten abzugsfähig gewesen.

Problemlos ist es in der Regel, wenn der Händler die Mehrwertsteuersenkung trotz Bestellung im ersten Halbjahr 2020 vollständig weitergibt. Aber, so der Experte laut dpa: „Man muss allerdings den aktuell gültigen Grenzbetrag bedenken." Lediglich bis zum Bruttobetrag von 928 Euro könnten die Kosten in diesem Fall sofort steuerlich geltend gemacht werden. (ahu) *merkur.de ist Teil des Ippen-Zentral-Netzwerks.

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Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
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