Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Absteigende Rangfolge

Beerdigung und Kosten: Wer bezahlt, wenn kein Geld da ist?

friedhof-engel
+
Eine Beerdigung kann sehr kostenintensiv werden. (Symbolbild)
  • Jasmin Farah
    VonJasmin Farah
    schließen

Eine Beerdigung ist eine traurige Angelegenheit. Es kann aber auch ins Geld gehen. Besonders dann, wenn der Verstorbene nichts hinterlassen hat.

Verstirbt jemand, ist das für die Hinterbliebenen, darunter Familie und Freunde, oftmals eine sehr belastende und emotionale Situation. Viele trauern dann um den verstorbene Person und brauchen Zeit, um den Verlust zu verarbeiten. Doch das wird erschwert durch all die Dinge, die man im Sterbefall regeln muss. Schließlich muss eine Beerdigung ausgerichtet werden, zudem steht die Öffnung des Testaments und die Nachlassregelung an. Es gibt viel zu organisieren und zu koordinieren. Neben dem Kummer können zudem finanzielle Sorgen hinzukommen.

Beerdigung und Kosten: Wer bezahlt, wenn kein Geld da ist?

Spätestens dann, wenn der Verstorbene kein oder kaum Geld hinterlassen hat. Eine Beerdigung ist schließlich nicht günstig. Diese kann mehrere tausend Euro kosten. Am Ende kann es sogar noch passieren, dass aufgrund dessen ein Familienstreit ausbricht, wer für die Beerdigung aufkommt. Glücklicherweise gibt es in Deutschland klare gesetzliche Vorgaben. Gemäß Paragraf 1968 des Bürgerlichen Gesetzbuchs trägt der Erbe die Kosten für die Beerdigung des Erblassers.

De facto bedeutet das, der Verstorbene seine Beerdigung eigentlich selbst zahlen muss. Das restliche Geld kann der Erbe schließlich behalten. Doch es gibt eine wichtige Sache zu beachten: „Auch enterbte Angehörige, die nur Anspruch auf den sogenannten Pflichtteil haben, bezahlen die Beerdigung indirekt mit“, erklärt Hubertus Rohlfing, Fachanwalt für Erbrecht in der Hammer Kanzlei Kahlert-Padberg gegenüber dem Info-Portal für Arbeitnehmer, aktiv-online.de. „Denn der Pflichtteil wird erst nach Abzug dieser Kosten berechnet.“ Was ist aber, wenn es mehrere Erben gibt?

Dann bestimmen diese meist einen, der die Organisation der Beerdigung und das Bestattungsunternehmen beauftragt. Dieser kann zuerst die Rechnung begleichen und dann das Geld anteilig von den anderen Erben zurückholen. Wie viel jeder im Einzelnen zahlen muss, richtet sich nach der Erbquote. Das geht übrigens laut dem Fachanwalt auch, wenn die anderen Erben mit der Art der Beerdigung bzw. den Kosten dafür nicht einverstanden sind, etwa, weil die Summe der Ausgaben zu hoch ist. „Eine Bestattung muss angemessen sein“, sagt Rohlfing dazu.

Beerdigung: Ehegatten kommen füreinander im Sterbefall auf

Was aber tun, wenn der Verstorbene so wenig hinterlässt, dass nicht einmal die Beerdigung bezahlt werden kann? Keine Sorge, gibt Rohlfing Entwarnung. „Die Erben müssen die nicht gedeckten Ausgaben nicht aus ihrem eigenen Vermögen finanzieren“, betont der Experte, „In so einem Fall greifen dann die Bestattungsgesetze der Bundesländer.“ Diese setzen fest, welche Angehörige in folgender absteigender Reihenfolge für die Bestattung aufkommen müssen:

  • Ehe- oder Lebenspartner
  • Kinder (wenn volljährig)
  • Eltern
  • Geschwister (wenn volljährig)
  • Partner (aus keiner eingetragenen Lebenspartnerschaft)
  • Sonstige Sorgeberechtigte wie Vormünder
  • Großeltern
  • Enkelkinder (wenn volljährig)

Je nachdem, wer nach der jeweiligen Rangfolge an der Reihe ist, muss die Gesamtkosten der Beerdigung übernehmen. Kann es derjenige aus finanziellen Gründen bzw. Engpässen nicht, werden die nächsten Angehörigen gemäß der Liste in die Pflicht genommen und so weiter. Doch Vorsicht: Das gilt auch, wenn Ihr das Erbe ausschlagt. Nach den Landesgesetzen müsst Ihr trotzdem für die Bestattung aufkommen. Seid Ihr allerdings nicht zahlungsfähig und findet Ihr auch kein anderer aus der Familie, begleicht der Staat am Ende die Rechnung.

Steuer-Tricks: So sparen Sie bares Geld bei der Steuererklärung

Jedes Jahr legen Sie mit der Steuererklärung dem Finanzamt Ihre Einnahmen und Belastungen offen. Damit Sie nicht unnötig Geld verschenken, haben wir ein paar Tipps für Sie.
Nutzen Sie Pauschbeträge wie die Pendlerpauschale. Letztere können Sie immer angeben, egal ob Sie zu Fuß oder mit dem Auto zur Arbeit kommen. Dafür gibt‘s 35 Cent pro Kilometer (ab 2022: 38 Cent).
Auch mit der Homeoffice-Pauschale von 5 Euro pro Tag (max. 600 Euro im Jahr) lassen sich Steuern sparen. Vorausgesetzt, Sie kommen über die Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro im Jahr.
Auch wer berufsbedingt in eine andere Stadt zieht, kann seine Umzugskosten steuerlich geltend machen.
Steuer-Tricks: So sparen Sie bares Geld bei der Steuererklärung

Kommentare