"Riech-Ei"

"Bares für Rares": Verkäuferin lästert über eigenen Trödel - dann merkt sie, wie viel er wirklich wert ist

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Während die Expertin begeistert vom "Riech-Ei" ist, zeigen sich die Verkäuferinnen weniger beeindruckt davon.
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Ein silbernes Ei in einer Schmuckschatulle: Mehr weiß die Verkäuferin nicht über die kuriose Rarität in "Bares für Rares". Dennoch hat sie eine ganz klare Meinung.

Es ist ein Familienerbstück, Jeltje Fauck hatte es einst in der Schmuckschatulle ihrer Mutter gefunden. Als sie es von ihr erhielt, schenkte Fauck es ihrer eigenen, erwachsenen Tochter Cordula zu Ostern. Was passt da schließlich besser als ein silbernes Ei? Doch die fand wohl nicht so Gefallen an dem ausgefallenen Geschenk, schließlich stand das Mutter-Tochter-Gespann jetzt bei "Bares für Rares" auf der Matte.

Silbernes "Riech-Ei": Mutter-Tochter-Gespann will besondere Kostbarkeit "loswerden"

Dort wollen sie es "loswerden", wirklich anfangen können sie damit schließlich nichts. "Dieses Ei braucht kein Mensch", so das Fazit von Tochter Cordula. Doch ob sie auf diese Weise die kuriose Rarität auch den Händlern schmackhaft machen kann? Zumindest kann Tochter Fauck erklären, wie man das Ei öffnet. Moderator Horst Lichter wittert bereits einen verborgenen Schatz darin: "Eine Handvoll Diamanten vielleicht?", hofft der Moderator. Doch da muss ihn das Duo enttäuschen - es kommt nur ein wenig Watte zum Vorschein!

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Dennoch weiß Expertin Friederike Werner sofort, worum es sich hierbei handelt - und schraubt erst einmal das kleine Ei in seine Einzelteile auseinander. Schließlich ist sie sich sicher: Das hier ist eine echt seltene Kostbarkeit. "Bei diesem kleinen Silber-Ei handelt es sich um ein Riech-Ei", erklärt sie. "Es war ein Wattebausch darin, oder man konnte ein Schwämmchen hineingeben, mit einem Duft oder Riechsalz und das dann bei sich tragen." Zudem befindet sich eine Gravur darauf, die bestätigt, dass das Ei wohl aus dem Jahre 1777 stammt sowie die zwei Buchstaben "F" und "B".

Für die Dame von Welt: "Riech-Ei" fasziniert Experte und Händler

Für Expertin Werner scheint klar: Diese Rarität ist nicht nur uralt und top in Schuss, sondern es handelte sich dabei wohl auch um ein persönliches Geschenk. Damen von Welt trugen das Ei in der Handtasche mit sich und wenn ein Schwindelanfall drohte, rochen sie an dem Riechsalz darin. Kein Wunder, dass Werner geradezu verzückt davon ist: "Und zwar verläuft an der Außenseite spiralförmig ein Ornament. Es ist wunderbar per Hand gearbeitet. An der Unterseite und an der Spitze des Eis ist ein Sonnensymbol. Es ist voller Symbolik, man könnte nachgerade sagen, es ist ein Welten-Ei. Eine ganz wundervolle Arbeit!"

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Die beiden Verkäuferinnen sind davon wenig beeindruckt - für 50 Euro würden sie das Ei schon abgeben wollen. Doch die Expertin schätzt seinen Wert viel höher - auf bis zu 700 Euro! "Das es so kostbar ist, hätte ich nicht gedacht. Wir dachten, es sei etwas völlig Gewöhnliches", zeigt sich Cordula Fauck baff.

Verkäuferinnen erhalten Vielfaches mehr, als sie gehofft hatten

Auch die Händler rätseln anfangs, worum es geht. "Ist das eine Flohfalle?", heißt es da. Doch als Faucks diese über das Ei aufklären kann, sind sie sofort Feuer und Flamme. Es entfacht sich ein Bieterduell, schnell ist das Startgebot von 120 Euro überschritten, in Zehnerschritten geht es weiter. Am Ende schlägt das Mutter-Tochter-Gespann bei 410 Euro zu - 360 Euro mehr, als sie anfangs zu träumen wagten.  

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jp

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