Abschaffung "light"

Solidaritätszuschlag: Schauen Sie hier schnell nach, ob Sie weiter zahlen müssen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die große Koalition will den Soli für 90 Prozent der Bundesbürger abschaffen.
  • schließen

Immer wieder werden Stimmen laut, den Soli abschaffen zu wollen. Doch ganz kann sich die große Koalition nicht durchringen. Wer am Ende zahlen muss und wer nicht, lesen Sie hier.

Es scheint, als ob um die Abschaffung des Solidaritätszuschlags in der großen Koalition noch lange keine Lösung in Sicht ist. Einig ist man sich zwar, dass dieser reduziert werden soll, über eine komplette Abschaffung des Soli ist man sich hingegen uneins. Nun steht im Raum, ob stattdessen Geringverdiener entlastet und nur noch Gutverdiener weiterzahlen sollen.

Abschaffung "light": Sehen Sie hier, ob Sie zukünftig noch Soli zahlen müssen oder nicht

Allerdings stehe auch noch nicht fest, wer ab welchem Einkommen zu dieser Personengruppe zählt. Dennoch gehe man davon aus, dass der Solidaritätszuschlag für 90 Prozent der Bundesbürger abgeschafft werden soll. Bis Ende August hat die Regierung nun Zeit, einen Gesetzesentwurf zur Abschaffung des Soli vorzulegen. Ob Sie vom Soli befreit sind oder weiter zahlen müssen, erklärt Ihnen die Redaktion.

Auch interessant: Deshalb verlieren Geringverdiener zweimal: Sie sterben früher.

Ein Single gehört hierzulande ab einem Bruttomonatseinkommen von 4.837 Euro in Deutschland zu den Top-Verdienern. Im Jahr verdient er also 58.044 Euro. Liegt Ihr Jahresbruttoeinkommen weit darunter, werden Sie wohl in Zukunft keinen Soli mehr entrichten müssen. Ein Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichem Monatseinkommen von 3.000 Euro, der aktuell noch 22,75 Euro Soli monatlich zahlt, spart nach der Abschaffung also stolze 273 Euro im Jahr.

Bis zu 273 Euro gespart: Doch wer muss noch Soli zahlen?

Sind Sie sich nicht sicher, reicht meist ein Blick auf den Gehaltszettel. Aber auch der Steuerbescheid zeigt, ob für Sie eventuell der Solidaritätszuschlag noch gilt. Wer als Singles zum Beispiel zwischen 973 und 1.340 Euro Steuern im Monat zahlt, muss hingegen einen reduzierten Soli zahlen.  Bei Ehepaaren liegt die Grenze bei 2.680 Euro. Ist es mehr, wird der volle Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent der Einkommenssteuer fällig.

Nach Angaben der WirtschaftsWoche wird die neue Regelung wohl hauptsächlich Unternehmen und Selbstständige treffen. Das geht aus Zahlen des Bundesfinanzministeriums hervor.

Die Union will den Soli gerne komplett abschaffen. Die SPD hält dagegen und will nur eine teilweise Abschaffung. Allerdings bahnt sich ein Kuhhandel beider Parteien mit anderen Themen an.

Lesen Sie auch: Gleich nachschauen: So viel mehr Kindergeld bekommen Sie ab 1. Juli.

jp

Steuererklärung 2018 kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Zurück zur Übersicht: Geld

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare