Wenn der Mieter stirbt

Erbe hat außerordentliches Kündigungsrecht für Wohnung

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Stirbt ein Mieter, können die Erben den Vertrag auflösen und die Schlüssel an den Vermieter zurück geben. Foto: Sebastian Willnow
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Stirbt ein Mieter, können die Erben den Vertrag auflösen und die Schlüssel an den Vermieter zurück geben. Foto: Sebastian Willnow

Im Todesfall gilt für die Mietwohnung ein Sonderkündigungsrecht. Angehörige können innerhalb einer Frist den Mietvertrag des Toten außerordentlich kündigen - wenn sie die Wohnung nicht übernehmen wollen.

Koblenz (dpa/tmn) - Wenn jemand stirbt, läuft der Mietvertrag für seine Wohnung oder sein Haus zunächst weiter. Die Erben haben jedoch die Möglichkeit, außerordentlich innerhalb eines Monats ab Kenntnis vom Todesfall mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen (BGB, Paragraf 564).

Dieses Recht hat aber auch der Vermieter. Darauf weist die Rechtsanwaltskammer Koblenz hin. Die Kündigung sollte stets schriftlich erfolgen. Ohne eine Kündigung treten im Regelfall die Haushaltsangehörigen oder die Erben entsprechend einer Rangfolge in den Mietvertrag ein.

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