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SUV-Boom in Deutschland: Skoda präsentiert neuen Kodiaq RS

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Wir konnten uns die neuen Skoda-Modelle aus der Nähe anschauen.

Vor allem in Großstädten sind sie beliebt: SUV. Vorreiter Skoda bedient nun den Markt mit drei neuen Varianten ihrer beliebten Modelle Kodiaq und Karoq.

Hochsitz ist angesagt. Das zeigen die nackten Zahlen. 3.435.778 Personenkraftwagen wurden im vergangenen Jahr neu zugelassen, 933.504 davon waren SUV und Geländewagen, der Anteil betrug also knapp 30 Prozent. Noch nie wurden in einem Kalenderjahr vom Kraftfahrtbundesamt mehr Fahrzeuge in dieser Kategorie registriert. Vor zehn Jahren hatten SUV gerade mal einen Anteil von acht Prozent bei den Neuzulassungen.

SUV punkten mit Überblick und Komfort

Gründe für den Erfolg liegen vor allem in der Bequemlichkeit der Käufer. Dank der Höhe der Fahrzeuge sind Ein- und Ausstieg einfach, auch der Überblick übers Geschehen ist – zumindest subjektiv – besser, und in puncto Komfort, Ausstattung und Sicherheit müssen sich SUV schon lange nicht mehr vor ihren flachen Markengeschwistern verstecken. Überdies entwickelt man dank zumeist üppiger Karosseriemaße in einem SUV das Gefühl, zum hektischen Verkehrsalltag doch etwas mehr Abstand zu haben.

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Skoda entwickelt beliebte SUV-Modelle weiter

Exemplarisch kann man den SUV-Boom an der Marke Skoda betrachten. Die VW-Tochter gehört quasi zu den Mitbegründern: 2009 präsentierte sie den Yeti, der bis vor zwei Jahren im Programm war. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland rund 12.500 Exemplare des Yeti neu zugelassen, 2015 war mit 23.140 Einheiten das erfolgreichste Jahr. Abgelöst wurde der Yeti 2017 vom Karoq, und von dem wurden im vergangenen Jahr bereits rund 21.000 Exemplare neu zugelassen.

Ähnlich erfolgreich ist das Modell Kodiaq, von dem 2018, also im ersten vollen Jahr nach der Markteinführung, bereits rund 19.000 Exemplare neu zugelassen. Und es soll weiter nach oben gehen: Das Top-Modell, der RS, wurde gerade erst präsentiert – hier erste Eindrücke:

Angetrieben wird der RS vom stärksten Dieselmotor der Unternehmensgeschichte. 240 PS leistet der 2-Liter-BiTurbo und verfügt über ein maximales Drehmoment von 500 Nm, das bereits bei 1.750 U/min anliegt. Kombiniert ist das Aggregat mit serienmäßigem Allradantrieb und einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Kernig bollert der Motor nach dem Druck auf den Startknopf los und macht sofort klar, dass er viele Muskeln hat, die er auch gerne einsetzt. Das tut er sehr zivilisiert und gut beherrschbar – sowohl im Stadtverkehr als auch über Land und natürlich auf der Autobahn (Vmax 220 km/h). Der Kodiaq RS strahlt stets Souveränität aus.

Midnestens 50.000 Euro kostet der neue Skoda Kodiaq RS. Dafür erhalten Käufer u.a. adaptive Fahrwerksregelung und Leichtmetallräder.

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So viel kostet der neue Skoda Kodiaq RS

Im Basispreis von 49.990 Euro sind unter anderem adaptive Fahrwerksregelung, sechs Fahrprogramme, Dynamic Sound Boost (fürs scharfe Klangprofil des Motors), Leichtmetallräder und Sportsitze enthalten. Die Verantwortlichen von Skoda rechnen damit, dass rund 20 Prozent der Neukäufer zu dem Edel-SUV greifen werden. So hoch liege nämlich der RS-Anteil bei den anderen Topmodellen der jeweiligen Baureihen.

Neue Ausführungen des Skoda Karoq

Wer es rustikaler mag, sollte besser zum Skoda Karoq Scout greifen.

 Ergänzt wird auch das Angebot beim Karoq. Die Version Scout ist für eher rustikale Ansprüche gedacht. Darum verfügt das SUV, das dieselbe Basis hat wie der VW T-Roc und er Seat Ateca, über serienmäßigen Allradantrieb, Triebwerksunterbodenschutz und markanten Radhausverkleidungen. Als Antrieb stehen ein 1,5-Liter-Benziner und ein 2-Liter-Diesel, die je 150 PS leisten, zur Auswahl. Die Preise starten ab 33.640 Euro.

Wer eher den flotten Auftritt schätzt, findet mit dem neuen Karoq Sportline ein SUV, das optisch und akustisch auf sich aufmerksam macht. Der Motor ist reichlich knurrig und spiegelt ein bisschen mehr Sportlichkeit vor, als tatsächlich unter der Haube steckt.

Äußerlich sorgen Stoßfänger mit Diffusoroptik, Schwellerbeplankungen und schwarze Leichtmetallfelgen für den richtigen Look. Als Antriebe stehen drei Motoren zur Auswahl: ein 1,5-Liter-Benziner mit 150 PS und wahlweise Allradantrieb, ein Benziner mit zwei Litern Hubraum, Allradantrieb und 190 PS sowie ein Diesel mit zwei Litern Hubraum, 150 PS und optional Allradantrieb. Die Preise für den Karioq Sportline beginnen ab 30.520 Euro.

Der neue Skoda Karoq Sportline ist flotter unterwegs und kommt mit drei Motorvarianten.

Damit der SUV-Boom weitergeht, rundet Skoda das Angebot nach unten ab: Gerade wurde für den europäischen Markt auf dem Autosalon in Genf der Kamiq präsentiert.

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Volker Pfau

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