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Reisen mit Wohnmobil: Parken, Übernachten, Führerschein, Tempolimits - alle Infos

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    vonÖmer Kayali
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Reisen mit Wohnmobil liegen auch dieses Jahr wieder im Trend. Wer noch nie mit einem derartigen Fahrzeug gefahren ist, sollte einiges wissen.

  • Ein Wohnmobil ist um einiges größer als ein herkömmliches Auto.
  • Wer sich zum ersten mal ans Steuer wagt, sollte einige Dinge beachten.
  • Was während der Fahrt und allgemein bei der Reise mit dem Wohnmobil wichtig ist, erfahren Sie hier.

Wer noch niemals am Steuer eines Wohnmobils saß, der sollte nicht nur die Größe des Gefährts berücksichtigen. Wo darf ich parken und übernachten? Welchen Führerschein benötige ich? Gibt es ein spezielles Tempolimit für Wohnmobile? Das und noch viele weitere Dinge sollten die Reisende vor der Fahrt wissen.

Reisen mit dem Wohnmobil: Welchen Führerschein benötigt der Fahrer?

Bevor die Reise losgeht, sollte man natürlich wissen, ob der Führerschein für das Wohnmobil ausreicht*? Das hängt ganz von dem Fahrzeug ab. Ausschlaggebend sind folgende Faktoren:

  • Bei Fahrzeugen unter 3,5 Tonnen reicht der Klasse-B-Führerschein
  • Bei Fahrzeugen bis zu 7,5 Tonnen wird ein Führerschein der Klasse C1 benötigt.
  • Wer seinen Führerschein vor dem Jahr 1999 erhalten hat (Klasse 3), der darf beide Klassen fahren.

Worauf ist während der Fahrt mit dem Wohnmobil zu achten?

Bei der Fahrt mit dem Wohnmobil gibt es einige Dinge zu beachten.

Mit der Klärung der Fahrerlaubnis ist nur der erste Schritt getan. Denn in der Praxis erfordert die Führung eines Wohnmobils etwas Übung. Auf der Autobahn ist das Fahren noch recht einfach, da es immer nur gerade aus geht. Wer die Spur wechseln will, sollte unbedingt die Länge des Fahrzeugs bedenken und nur dann rüberfahren, wenn er sich komplett sicher ist. Dabei ist auch zu bedenken, dass dem Fahrer nur die Außenspiegel zur Verfügung stehen.

Innerhalb von Ortschaften ist die Fahrt mit dem Wohnmobil schon etwas herausfordernder - besonders beim Abbiegen und Rückwärtsfahren. Die goldene Regel soll hierbei lauten: Bleiben Sie geduldig und seien Sie vorsichtig.

Wer ein Wohnmobil mietet, erhält in der Regel ohnehin eine ausführliche Einweisung vor der Fahrt. Eine Probefahrt unter Anleitung sollte die erste Angst nehmen. Dabei bekommt man auch alle Infos zu Gasflasche, Stromanschluss, Frisch- und Abwasser, WC, Duschkabine, Bordküche und Hub-Bett. Zudem erklärt der Experte, wo man das Gepäck am besten verstaut und die Beladung absichert. Darüber hinaus sollte auch die Zuladungsgrenze unbedingt berücksichtigt werden*, da hier schnell das Limit erreicht sein kann und Bußgelder drohen können.

Wer sich weiter unsicher fühlt, kann seine Fahrweise bei einem speziellen Fahrsicherheitstraining verbessern. Diverse Organisationen bieten spezielle Fahrtrainings an, unter anderem der ADAC. Wer alleine etwas üben möchte, kann sich auch einen großen und möglichst leeren Parkplatz suchen - ein Beifahrer ist trotzdem empfehlenswert.

Lesen Sie auch: Das Comeback der Wohnwagen: Tipps rund ums Fahren mit Wohn-Anhängern.

Wo darf ich mit dem Wohnmobil parken und übernachten?

Wer im Wohnmobil übernachten möchte, sollte am besten einen entsprechenden Stellplatz suchen.

Ein Wohnmobil bietet viel Flexibilität, doch darf ich das Fahrzeug einfach am Straßenrand abstellen und dort übernachten? Ganz so einfach ist das nämlich nicht, da hierbei bestimmte Regelungen der StVO gelten. Über eine kürzere Zeit ist das Abstellen möglich - konkret gesagt nicht länger als zehn Stunden. Doch auch dann dürfen keine Camping-Möbel aufgestellt oder gegebenenfalls eine Markise herausgezogen werden.

An einem zugelassenen Campingplatz führt also kein Weg vorbei. Daher ist es empfehlenswert, vor der Reise diese herauszusuchen. Das funktioniert über Webseiten wie stellplatz.info oder pincamp.de am besten.

Das Parken ist weniger problematisch. Überall dort, wo es nicht ausdrücklich verboten ist, darf das Wohnmobil geparkt werden*. Bei kleineren Parkplätzen ist zu beachten, dass das Fahrzeug nicht den Verkehr behindert - etwa deswegen, weil das Wohnmobil zu weit in die Straße ragt oder die Sicht auf Verkehrsschilder versperrt.

Passend zum Thema: Reisen im Wohnmobil: So viel kostet der Urlaub mit dem Camper.

Welche Tempolimits gelten mit dem Wohnmobil?

Auch beim Tempolimit entscheidet das Gewicht des Wohnmobils über die erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Wer außerhalb Deutschlands unterwegs ist, muss bedenken, dass in den jeweiligen Ländern eigene Regelungen* vorherrschen.

In Deutschland gilt für Wohnwägen bis 3,5 Tonnen:

  • Außerhalb von Ortschaften: 100 km/h
  • Schnellstraßen: 120 km/h
  • Autobahnen: Keine Begrenzung (ADAC empfohlene Richtgeschwindigkeit: 130 km/h)

Auch interessant: Erstes Wohnmobil mit reinem Elektroantrieb: Was hat es auf dem Kasten?

ök

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Rubriklistenbild: © picture alliance/Christophe Gateau/dpa

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