Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Wichtige Regelung

Rechts vor links: In welchen Sonderfällen die Vorfahrtsregel nicht gilt

Symbolbild: Vorfahrt Verkehrsschild
+
Nicht immer ist die Vorfahrt so eindeutig geregelt, wie bei diesem Verkehrsschild
  • Sebastian Oppenheimer
    VonSebastian Oppenheimer
    schließen

Rechts vor links gilt meist dann, wenn die Vorfahrt im Verkehr nicht anderweitig geregelt ist. Doch es gibt auch ein paar Ausnahmen.

Die Grundlagen für die Teilnahme am Straßenverkehr lernen die meisten schon in der Grundschule. In der Fahrschule wird es dann später noch einmal deutlich detaillierter – allerdings schwindet das angeeignete Wissen offensichtlich auch schnell wieder, wie kürzlich der umfangreiche Test eines Automobilclubs zeigte. Eine der Basis-Regeln im Straßenverkehr ist rechts vor links: Wer sich nicht daran hält, dem drohen unter Umständen sogar Punkte in Flensburg. Im Grunde gilt die Regel immer dann, wenn weder Ampeln, Verkehrszeichen noch die Polizei den Verkehr regeln. Allerdings gibt es auch ein paar Sonderfälle.

Rechts vor links: In welchen Sonderfällen die Vorfahrtsregel nicht gilt

Festgehalten ist die Rechts-vor-links-Regel in §8 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Vorfahrt an Kreuzungen ohne anderslautende Regelung hat immer derjenige, der von rechts kommt. Das gilt nicht nur für motorisierte Fahrzeuge, sondern auch für Fahrrad- und Pedelec-Fahrer. Es gibt dabei einen Sonderfall, der aber tatsächlich sehr selten auftritt – und zwar wenn gleichzeitig vier Fahrzeuge an einer Kreuzung ankommen. In diesem Fall müssen sich die Fahrer per Handzeichen darüber verständigen, wer zuerst losfährt.

Bedeutung von Verkehrsschildern: Kennen Sie bei allen die Bedeutung?

StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Abbiegepfeil für Autofahrer
Bedeutung von Verkehrsschildern: Kennen Sie bei allen die Bedeutung?

Doch es gibt noch einige andere Spezialfälle, in denen rechts vor links nicht gilt:

  • Im Kreisverkehr: In Deutschland haben die Fahrzeuge, die sich im Kreisel befinden, Vorfahrt. Blinken muss man übrigens nur beim Verlassen des Kreisverkehrs.
  • Bei Grundstückseinfahrten: Wer hier hinausfährt, ist nicht vorfahrtsberechtigt – gleiches gilt für Fahrzeuge, die über einen abgesenkten Bordstein in eine Straße einfahren.
  • Bei Wald- und Forstwegen: Fahrzeuge, die hier hinausfahren, sind ebenfalls nicht nach der Rechts-vor-links-Regel vorfahrtsberechtigt.

Rechts vor links: Besondere Vorsicht ist auf Großparkplätzen geboten

Besondere Vorsicht ist übrigens auf Großparkplätzen von Einkaufszentren oder Supermärkten geboten: Denn hier gilt die Rechts-vor-links-Regel nicht automatisch, wie viele meinen. Und zwar auch dann nicht, wenn dort per Schild auf die Geltung der StVO hingewiesen wird. In einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main (Az.: 17 U 21/22) wies das Gericht darauf hin, dass Fahrgassen auf Parkplätzen „keine dem fließenden Verkehr dienenden Straßen seien“ und deswegen auch keine Vorfahrt gewährten. Stattdessen gelte dort an Kreuzungen das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme.

Rechts vor links: Auch Schilder können die Vorfahrtsregel anordnen

Dafür gibt es Schilder, die Rechts-vor-links anordnen: zum Beispiel das schwarze Kreuz vor einem roten Dreieck. Und auch ein Schild, das auf eine Tempo-30-Zone hinweist, lässt die Rechts-vor-links-Regel gültig werden – es sei denn, in Ausnahmefällen wird die Vorfahrt anders geregelt.

Wer sich nicht an die Rechts-vor-links-Regel hält, dem droht laut ADAC ein Bußgeld in Höhe von 25 Euro. Kommt es zu einer Gefährdung, werden 100 Euro fällig, dazu gibt es einen Punkt in Flensburg. Bei einer Missachtung mit Unfallfolge kommen zum Flensburger Punkt noch 120 Euro Bußgeld.

Kommentare