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Vignette oder Mautstation

Maut in Europa: Wo Autofahrer zahlen müssen

  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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In 23 Ländern in Europa müssen Autofahrer eine Maut bezahlen. Preise und Bußgelder unterscheiden sich jedoch stark.

Wer in Deutschland mit dem Auto unterwegs ist, der kann die Straßen nutzen, ohne eine Maut zahlen zu müssen. Ein entsprechender Vorstoß scheiterte krachend vor dem Europäischen Gerichtshof. In Europa gibt es jedoch 23 Länder, in denen bereits eine Maut für die Nutzung von Autobahnen und teilweise Schnellstraßen anfällt.

Dabei gibt es jedoch unterschiedliche Ansätze: die Maut per Vignette und die streckenabhängige Maut. Letztere wird an Zahlstellen an den Auf- und Abfahrten entrichtet oder per Funkfempfänger registriert. Die Vignette wird klassischerweise an die Windschutzscheibe geklebt, in einigen Ländern kann diese auch online in digitaler Form gelöst werden.

In 23 Ländern in Europa ist eine Maut fällig.

Maut in Europa: Wo Autofahrer zahlen müssen

Die Vignette kommt aktuell in acht europäischen Ländern zum Einsatz: Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Österreich, Tschechien und der Schweiz. Zur Auswahl stehen: Kurzzeit-, Monats- oder Jahresvignetten. Erworben werden können diese an Raststätten, Tankstellen, Autohöfen sowie online. Für einige Länder sind diese auch beim ADAC erhältlich.

In Ungarn, Rumänien, die Slowakei und Tschechien kommt inzwischen ausschließlich eine digitale Vignette zum Einsatz, ein Aufkleber in der Windschutzscheibe ist nicht mehr notwendig. Dazu wird das Kennzeichen vorher online registriert und die Maut bezahlt. Ein ähnliches System kommt auch auf den Strecken um London (Vereinigtes Königreich), Dublin (Irland) und Mailand (Italien) zum Einsatz. Auch hier müssen Autofahrer für die Nutzung zahlen. Die Preise für die Vignette und die Bußgelder, falls man ohne unterwegs ist, fallen dabei sehr unterschiedlich aus:

  • Bulgarien: 8 Euro pro 7 Tage; 15 Euro pro Monat; 50 Euro pro Jahr, Bußgeld: 150 Euro
  • Österreich: 9,50 Euro pro 10 Tage; 27,80 Euro für zwei Monate; 92,50 Euro pro Jahr, Bußgeld: Ersatzmaut 120 Euro oder Bußgeld 300 Euro
  • Rumänien:  3 Euro pro 7 Tage; 7 Euro pro Monat/13 Euro für zwei Monate; 28 Euro pro Jahr, Bußgeld: 80 Euro
  • Schweiz: 38,50 Euro pro Jahr, Bußgeld: 175 Euro zzgl. Vignettenkosten
  • Slowakei: 10 Euro pro 10 Tage; 14 Euro pro Monat; 50 Euro pro Jahr, Bußgeld: ab 80 Euro
  • Slowenien: 15 Euro pro 7 Tage; 30 Euro pro Monat; 110 Euro pro Jahr, Bußgeld: 300-800 Euro; bei Sofortzahlung 150 Euro
  • Tschechien: 12 Euro pro 10 Tage; 17 Euro pro Monat; 57 Euro pro Jahr, Bußgeld: ab 195 Euro
  • Ungarn: 10,10 Euro pro 10 Tage; 13,80 Euro pro Monat; 123,90 Euro pro Jahr, Bußgeld: Ersatzmaut ab 50 Euro (Angaben ohne Gewähr und wechselkursabhängig)

Maut in Europa: Tunnel und Brücken können extra kosten

Ähnlich wie in den USA erheben auch in Europa einige Staaten die Maut in Abhängigkeit von der gefahrenen Strecke. So zum Beispiel in Italien oder Frankreich. Bei der Auffahrt auf die Autobahn wird ein Ticket gezogen und beim verlassen der Autobahn der entsprechend fällig Betrag entrichtet.

Wer häufiger in diesen Ländern unterwegs ist, für den lohnt sich die Anschaffung „Telepass“-Box (Italien) oder eines „Télépéage“-Badges (Frankreich). Mit diesen Geräten müssen Autofahrer an der Mautstation nicht warten, sondern können eine extra Fahrspur nutzen. Auch die Maut muss nicht mehr sofort bezahlt werden, da man über den Chip bzw. das Badge identifiziert wird.

Die streckenbezogenen Maut kommt darüber hinaus auch in Belarus, Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Großbritannien, Irland, Kroatien, Nordmazedonien, Norwegen, Polen, Portugal, Serbien, Spanien und der Türkei zum Einsatz. In einigen Ländern können zudem extra Gebühren für Brücken oder Tunnel anfallen. So müssen sich Autofahrer besonders in den Alpenstaaten Österreich, Schweiz und Italien auf Mehrkosten einstellen.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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