Neue Assistenten

Ab 2022: EU beschließt Tempo-Bremse für Neuwagen und weitere Sicherheitssysteme

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Hindern in Zukunft Autos ihre Fahrer am Rasen?

Um die Zahl von Unfällen zu reduzieren, will die EU Autokonzerne verpflichten, dass Autos sich automatisch an Tempolimits halten. Ab 2022 werden Raser gebremst.

Noch gehen Polizei und Staat mit Tempolimits und Blitzern gegen Raser vor. In Zukunft könnten Autos selbst dafür sorgen, dass sich Fahrer an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Möglich machen soll das eine neue Technik in Neuwagen.

Ab 2022 bremsen Autos Raser ein

Wie das britische Nachrichtenportal DailyMail berichtet, hat der European Transport Safety Council (ETSC) alle Autohersteller dazu aufgerufen, den "Intelligent Speed Assist" (ISA) in Neuwagen zu integrieren. Dieser bremst das Auto nicht direkt ab, reduziert jedoch die Motorleistung, wenn gegen ein Tempolimit verstoßen wird.

Innerhalb von 15 Jahren solle sich die Anzahl von Autounfällen um bis zu 30 Prozent reduzieren, erhofft sich der ETSC. ISA wird ab 2022 zur Pflicht für Neuwagen in Europa. Einem entsprechenden Vorschlag hat das Europäische Parlament am 26. März zugestimmt.

Video: Bekommen Autos bald eine Tempo-Bremse?

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Assistent lässt sich kurzfristig aushebeln

Der "Intelligent Speed Assist" nutzt eine Kamera, um Schilder mit Tempolimits zu erkennen. Fahrer werden auf die Geschwindigkeitsbegrenzung hingewiesen und die Motorleistung wird gedrosselt, damit nicht dagegen verstoßen werden kann.

Zu Beginn soll der Assistent überstimmt werden können. Dafür müssen Autofahrer nur fester auf das Gaspedal drücken. Dadurch sollen Fahrer kurzfristig beschleunigen können, um einem Hindernis auszuweichen. Wird zu lange Gas gegeben, blinken Warnleuchten auf und der Assistent bremst das Auto wieder ab.

Video: Bundesweite Petition für ein Tempo-Limit

Diese Sicherheitsfunktionen werden ab 2022 verbindlich

Neben der Tempobremse werden zahlreiche weitere Sicherheitssysteme zur Pflicht in Neuwagen. Dazu gehören unter anderem ein Warnsystem bei Müdigkeit und Ablenkung des Fahrers (z. B. Smartphone-Nutzung während der Fahrt), Rückfahrkameras oder -sensoren sowie eine Unfalldatenaufzeichnung ("Blackbox").

Des Weiteren muss folgendes in Neuwagen verbaut werden:

  • Spurhalteassistent
  • erweitertes Notbremsassistenzsystem (nur Pkw)
  • crashtesterprobte Sicherheitsgurte

Für Busse und Lkw werden Systeme zur Pflicht, die den toten Winkel beseitigen und beim Abbiegen vor anderen Verkehrsteilnehmern warnen.

Die Kommission geht davon aus, dass dank der vorgeschlagenen Maßnahmen im Zeitraum bis 2038 über 25.000 Menschenleben gerettet und mindestens 140.000 schwere Verletzungen vermieden werden können. All dies wird zur Erreichung des langfristigen Ziels der EU beitragen, die Zahl der Toten und Schwerverletzten bis 2050 auf nahezu null zu reduzieren ("Vision Null").

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