Diskriminierung?

Firma stellt nur bestimmte Sternzeichen ein - wegen dubioser Auswertung

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Nur die Sternzeichen Steinbock, Stier, Wassermann, Widder und Löwe durften sich auf die Stellenanzeige bewerben. Ist das Diskriminierung?
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Nur die Sternzeichen Steinbock, Stier, Wassermann, Widder und Löwe durften sich bewerben. Sie haben im falschen Monat Geburtstag? Dann sieht es leider schlecht aus.

Tatsächlich ist es nicht ungewöhnlich dass sich Firmen manchmal astrologisch beraten lassen. Ja, wirklich. Doch so offenherzig wie diese österreichische Firma, hat das noch kein Unternehmen zugegeben. Handelt es sich dabei um Diskriminierung?

Firma will nur "die Besten" einstellen

In den Salzburger Nachrichten wurde vor einiger Zeit folgende Stellenanzeige abgedruckt: "Wir suchen Personen ab 20 Jahren für nebenberufliche Tätigkeit im Verkauf/Management mit folgenden Sternzeichen: Steinbock, Stier, Wassermann, Widder oder Löwe." "Wie bitte?", denken Sie jetzt vermutlich. Warum das denn? "Wir haben eine Auswertung gemacht und haben uns die besten Mitarbeiter in ganz Österreich angeschaut – und die waren fast immer eines der fünf [Sternzeichen]. Und dann haben wir gesagt: Da bleiben wir bei dem System und holen uns wieder die Besten", erklärte ein Sprecher der Firma*. Um welche dubiose Auswertung es sich dabei handelt, wollte der Sprecher nicht sagen.

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Diskriminierung von Sternzeichen?

Ist das jetzt schon Diskriminierung, dass Sie vielleicht genauso gut qualifiziert für einen Job wären wie Ihr Mitbewerber, die Stelle aber nicht bekommen, weil Sie leider im falschen Monat geboren sind? Laut Angela Riegler, einer Expertin der Arbeiterkammer Salzburg, ist es völlig rechtens, seine Mitarbeiter nach Sternzeichen zu filtern: "Wenn ich mich als Unternehmen jetzt an bestimmte Sternzeichen richte und sage: Ich will beispielsweise nur Fische haben, dann ist davon auszugehen, dass innerhalb dieser Gruppe von Menschen, die im Sternzeichen Fische geboren sind, Alte und Junge sind, Frauen und Männer et cetera. Es wäre zwar auch eine Einschränkung, aber keine Diskriminierung." Der Nutzer Florian Freistetter zitierte die Expertin in seinem Beitrag auf dem populärwissenschaftlichen Blog-Portal scienceblogs.de. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Praxis nicht auf dem Arbeitsmarkt durchsetzt.

*Welche österreichische Firma die Stellenanzeige in den Salzburger Nachrichten schaltete, ist der Redaktion nicht bekannt.

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vro

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