Beruf und Erholung

Arbeit am Wochenende muss nicht immer schlecht sein

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Wer Probleme hat, am Wochenende abzuschalten, der sollte Übergangsrituale pflegen. Etwa eine Liste mit unerledigten Aufgaben am Ende des Arbeitstags. Foto: Frank Rumpenhorst

Wer freitags nach Feierabend noch Aufgaben im Job zu erledigen hat, kann nicht entspannt ins Wochenende starten. Dennoch ist es nicht immer ratsam, sie bis Montag aufzuschieben.

Berlin (dpa/tmn) - Freitagabend und die Präsentation, die längst fertig sein sollte, steht noch immer nicht. Sollten Berufstätige die Aufgabe bis Montag liegen lassen oder doch mit ins Wochenende nehmen?

Manchmal kann es sogar gut sein, Aufgaben zu Hause zu erledigen. Denn wer sonst ständig an seine offenen To-dos denkt, tut der eigenen Erholung nichts Gutes. Das erklärt der Organisationspsychologe Oliver Weigelt von der Universität Rostock in der Zeitschrift "topeins" ( Ausgabe 03/2019) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Zwar werde Arbeit in der Freizeit von den meisten als etwas Negatives gesehen. Eine unerledigte Aufgabe liegen zu lassen, verursache aber ebenso ein schlechtes Gefühl. Erleben Beschäftigte am Wochenende einen entscheidenden Fortschritt, weil sie ein To-do fertigstellen, hebe das die negativen Gefühle auf. Erholen können sie sich dann trotzdem, so der Experte.

Wer Probleme hat, am Wochenende abzuschalten, der sollte Übergangsrituale pflegen. Etwa eine Liste mit unerledigten Aufgaben am Ende des Arbeitstags. Darauf notieren Beschäftigte den Weg, wie sie diese in den kommenden Tagen lösen können. Das mache den Kopf frei für das Wochenende.

Die Zeitschrift als PDF

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