Wie ein Schweizer Käse

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Mechtild Rössler,Direktorin desUnesco-Welterbezentrums.

Die Plünderung archäologischer Stätten wird immer schlimmer. Die Zerstörung archäologischer Stätten im Nahen Osten hat nach Darstellung des Unesco-Welterbezentrums eine dramatische Größenordnung angenommen.

„Es wird in einem bislang einzigartigen Ausmaß zerstört und geplündert“, sagte Direktorin Mechtild Rössler (Foto: Unesco/dpa). Die illegalen Ausgrabungen in Syrien und im Irak seien entsetzlich. Satellitenbilder zeigten, dass die antiken Stätten mittlerweile „wie ein Schweizer Käse“ aussähen. Dadurch verschwinde nicht nur bedeutendes Kulturerbe. „Auch ein Teil der Geschichte geht dadurch verloren“, erklärte Rössler. Die Kulturgüter würden vermutlich über den Libanon oder die Türkei nach Westeuropa geschmuggelt, in die Golfstaaten oder nach Nordamerika. Die Gefahr bestehe, dass illegal ausgeführte Objekte für die nächsten zehn Jahre verschwänden. „Wir können viel tun, nur brauchen wir dazu die Hilfe aller“, mahnte die deutsche Geowissenschaftlerin. Die Unesco sei nur so stark, wie die Staaten sie stark haben wollen. So konnten in Mali Mausoleen wiederaufgebaut werden, die Islamisten 2012 vernichtet hatten. „In Mali war unser Mandat in der UN-Mission verankert“, erzählte Rössler.  dpa

Zurück zur Übersicht: Kultur & TV

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare