Kultur in Kürze

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Marie Bäumer spielt in dem Film „3 Tage in Quiberon“ Romy Schneider.

Erl: Kommission untersucht Übergriffe. In Österreich geht ab sofort eine Kommission den Vorwürfen über sexuelle Übergriffe bei den Tiroler Festspielen Erl nach.

Der Antrag der Festspiele bei der im Kanzleramt angesiedelten Gleichbehandlungskommission sei nun gestellt, sagte die Ombudsfrau der Festspiele, Christine Baur, am Montag. Vor diesem Gremium herrsche eine Umkehr der Beweislast: Nicht die Betroffenen müssten die Übergriffe beweisen, sondern der Intendant der Festspiele Gustav Kuhn müsse glaubwürdig machen, dass an den Vorwürfen gegen ihn nichts dran sei. Der 72-jährige Kuhn bestreitet alles, lässt aber bis zur Klärung des Falls seine Funktion als künstlerischer Leiter ruhen. „Wir hoffen, dass der Fall schnell geklärt wird“, sagte Baur, die vertraulich etwaige weitere Vorwürfe sammelt. Allerdings sei dennoch mit sechs bis zwölf Monaten zu rechnen. Auch die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt.

Holt Bäumer als Romy den Oscar?

Die Macher des Romy-Schneider-Dramas „3 Tage in Quiberon“ wollen den Film ins Rennen um den Auslands-Oscar schicken. Das Werk von Regisseurin Emily Atef gehört zu elf Bewerbern, die den Preis für den besten nicht-englischsprachigen Film bei der Oscar-Verleihung nach Deutschland holen wollen. Wie German Films, die Auslandsvertretung des Deutschen Films, in München mitteilte, ist unter den Bewerbern außerdem „Werk ohne Autor“ von Florian Henckel von Donnersmarck, „Ballon“ von Michael Bully Herbig, „Der Hauptmann“ von Robert Schwentke, „In den Gängen“ von Thomas Stuber, „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ von Joachim A. Lang, Markus Gollers „Simpel“, „Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume, „Teheran Tabu“ von Ali Soozandeh, Christian Petzolds „Transit“ und „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ von Claus Räfle. Am Donnerstag wird die Entscheidung bekannt gegeben.

Antiker Pferdekopf – Streit geht weiter

Im Rechtsstreit um den Wert eines römischen Bronze-Pferdekopfes hat das Land Hessen Berufung beim Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) eingelegt. Damit wolle man die Interessen und die Rechtsposition des Landes wahren, sagte eine Sprecherin des Kunstministeriums in Wiesbaden. Das Landgericht Limburg hatte in erster Instanz Ende Juli entschieden, dass Hessen einem Bauern aus Lahnau 773 000 Euro zahlen muss. Auf seinem Grund war die Bronze gefunden worden.

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