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Kirche öffnet Kloster für Flüchtlinge

Erzbistum erwirbt Ordenshaus in Beuerberg – Berlin berät über mehr Abschiebungen. München/Berlin – Völlig neue Wege in der Weiternutzung verwaister Klöster schlägt das Erzbistum München und Freising ein: Die Diözese übernimmt das Kloster Beuerberg in Eurasburg (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) von den Salesianerinnen.

In einem Flügel des Kloster sollen 50 bis 60 Asylbewerber untergebracht werden. Dazu werden derzeit Gespräche mit dem Landratsamt geführt. „Wir wollen einen weiteren Beitrag zur Lösung des Flüchtlingsproblems leisten“, sagte Generalvikar Peter Beer auf Nachfrage unserer Zeitung. Man wolle mit der Übernahme des aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kloster eine „wichtige kirchliche Landmarke“ erhalten.

Doch nicht der ganze Komplex soll als Unterkunft für Asylbewerber dienen. Die Kirche will in dem Klosterkomplex auch einen dezentralen Verwaltungsstützpunkt für die Region, Platz für Verbände und Vereine und Wohnungen einrichten.

Die sich zuspitzende Flüchtlingsproblematik beschäftigt heute auch die Staatskanzleichefs der Länder. Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) hat sie zu einem „Flüchtlingsgipfel“ nach Berlin geladen. Dort soll über das Problem beraten werden, dass sich laut Bundesinnenministerium Ende Juni noch 143 000 Menschen in Deutschland aufhielten, deren Asylanträge abgelehnt wurden. Nach einem Bericht der „Welt“ wurden im ersten Halbjahr nur 5700 Personen abgeschoben. Schleuser würden raten, einen Asylantrag in Deutschland zu stellen, da Abschiebungen hierzulande oftmals nicht durchgesetzt würden.

Wie die Zeitung weiter schreibt, will Bundesinnenminister Thomas de Maiziere noch in diesem Jahr einen Kabinettsbeschluss für einen Gesetzentwurf zur „Neubestimmung der Aufenthaltsbeendigung und des Bleiberechts“ erreichen. Wie Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU) unserer Zeitung sagte, würden derzeit selbst in Bayern nur sechs Prozent jener, die kein Asylrecht zugesprochen bekämen, auch tatsächlich abgeschoben. Dabei handle der Freistaat noch am konsequentesten. Ebenfalls diskutiert werden derzeit Wiedereinreisesperren für abgelehnte Asylbewerber. Vor allem die SPD äußert dagegen allerdings Vorbehalte. cm/geo

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