GESETZLICHE FÜRCHTEN HÖHERE LASTEN FÜR IHRE VERSICHERTEN – JETZT SPAREN DURCH WECHSEL

Kassen gegen Bürgerversicherung

Berlin – Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wehrt sich gegen die Einführung einer von der SPD favorisierten Bürgerversicherung zu Lasten ihrer Beitragszahler.

Die offensichtlichen Probleme der privaten Versicherung (PKV) dürften nicht auf dem Rücken der Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherung gelöst werden, sagte die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer.

Pfeiffer hatte dabei vor allem Überlegungen im Blick, dass privat versicherte Beamte individuelle Wechseloptionen in die gesetzliche Krankenversicherung bekommen sollen. Zudem sollen die höheren Arzthonorare für Privatversicherte, so die Überlegungen, möglicherweise zu Lasten gesetzlich Versicherter angeglichen werden, falls die PKV abgelöst wird.

Aufseiten der gesetzlichen Krankenkassen gibt es durchaus Vorbehalte gegenüber der Aufnahme Privatversicherter. Denn wenn der Wechsel freiwillig ist, sind die Wechsler zumeist diejenigen, die in ihren frühen, gesunden Jahren ihren günstigen privaten Krankenversicherungstarif nutzen, und dann, wenn die Beiträge zur privaten steigen und die Gesundheit abnimmt, in die gesetzliche gehen wollen. Die Berechnungen über Mehrkosten für Krankenkassen oder Einsparungen für den Staat sind unterschiedlich. Einspareffekte werden nach Expertenmeinung aber wohl erst langfristig wirksam.

Indes hat der GKV-Spitzenverband die neuen Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen veröffentlicht. Ergebnis: Fünf der in Bayern zugänglichen Kassen haben zum Jahreswechsel ihren Beitrag gesenkt, drei haben ihn erhöht. Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass Versicherte mit einem Kassenwechsel einige hundert Euro im Jahr sparen können. Wer monatlich 3000 Euro brutto verdiene, könne mit einem Wechsel von der teuersten bundesweit geöffneten Kasse zur günstigsten monatlich etwa 33 Euro sparen. Pro Jahr sind das rund 400 Euro Ersparnis. Oft lässt sich auch sparen, wenn die neue Kasse benötigte Extraleistungen übernimmt.

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