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Jeder fünfte Münchner ist arm

Studie: Osten holt deutlich auf – Ruhrgebietsstädte haben das größte Armutsproblem. München/Berlin – Armer Osten, reicher Westen: Diese Gleichung, die jahrzehntelang die deutsche Politik dominierte, stimmt so nicht mehr.

Nicht Ostdeutschland als Ganzes, sondern benachteiligte Städte in Ost und West sollten künftig in den Genuss von regionaler Förderung kommen, wenn in fünf Jahren der Solidarpakt II ausläuft, durch den Ostdeutschland zusätzliches Geld bekommt, fordert das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft.

Die Forscher argumentieren auf der Basis einer neuen Untersuchung zur Armut im West-Ost-Vergleich: Demnach ist die Benachteiligung in größeren Teilen Ostdeutschlands mittlerweile stark zurückgegangen. Zu seinen Ergebnissen kam das Institut (IW), indem es die Kaufkraft in die Berechnung der Armut einbezogen hat. Zwar liegen die Einkommen in den fünf ostdeutschen Bundesländern meist unter den westdeutschen. Da aber die Preise etwa für Mieten und Konsumgüter einen noch größeren Abstand aufweisen, könnten sich die Bürger im Osten manchmal mehr leisten als die im Westen. Zum Beispiel braucht ein Single in München 1030 Euro, um sich genauso viel leisten zu können wie ein durchschnittlicher Deutscher mit 870 Euro monatlich. Dieser Wert stellt die Schwelle für relative Einkommensarmut dar. In Stendal und im Vogtland reichten dagegen weniger als 800 Euro.

Besonders schlecht schneiden den Berechnungen des IW zufolge mittlerweile viele Städte vor allem im Westen ab. An der negativen Spitze steht Köln mit einem Anteil von kaufkraftarmen Bürgern von 26,4 Prozent. Hoch ist die Zahl der Armen auch in Dortmund (25,5 Prozent), den Berliner Innenstadt-Bezirken (24,5), Bremerhaven und Leipzig (24,3), Duisburg, Gelsenkirchen, Frankfurt/Main, Bremen, Hannover und Düsseldorf. In ländlichen Regionen, auch im Osten, beträgt der Armutsanteil nach IW-Berechnungen dagegen oft nur noch um die 10 Prozent. In München sind nach Einkommen zwar nur 11,7 Prozent der Menschen arm. Geht es aber nach der Kaufkraft, sind es 18,2 Prozent. Zum Vergleich: In Ostdeutschland als Ganzes sind es nur 17,7 Prozent.  hk

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