Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Immer mehr Selbstanzeigen

Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuerflüchtlingen hat im Freistaat stark zugenommen.

München – Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuerflüchtlingen hat im Freistaat stark zugenommen. Wie das bayerische Finanzministerium auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, haben sich in diesem Jahr bereits 836 reuige Steuersünder selbst bei den Behörden gemeldet (Stand: 17. Mai). Das entspricht hochgerechnet etwa einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr und sogar einer Vervierfachung im Vergleich zu 2011.

Zuletzt hatte die Debatte um Selbstanzeigen vor allem durch den Fall des FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß an Fahrt gewonnen. Unter anderem gab die bayerische Staatsregierung ihren Widerstand gegen den Ankauf sogenannter Steuer-CDs auf. Zugleich gibt es Überlegungen, eine Straffreiheit nur noch in Bagatellfällen zu gewähren. „Wir sind sehr offen für eine Reform der Selbstanzeige“, sagte Finanzminister Markus Söder (CSU) gestern unserer Zeitung. „Das grundsätzliche Instrument sollten wir erhalten, aber wir müssen schon schauen, wie wir bei schweren Hinterziehungen – zum Beispiel bei Kapitalmarktvergehen, Geldwäsche und Ähnlichem – Verschärfungen durchsetzen können.“ Auch über die Verjährungsfristen müsse neu nachgedacht werden. „Am Ende muss das Instrument wesentlich schärfer und präziser sein“, sagte Söder.

Derzeit beobachten die Behörden bundesweit eine Zunahme der Selbstanzeigen. Auch die Zahlen im Freistaat sprechen eine deutliche Sprache: 2011 hatten sich lediglich 508 säumige Zahler selbst angezeigt. Im vergangenen Jahr waren es mit 1038 schon mehr als doppelt so viele. 2013 dürfte diese Zahl nun schon zur Jahresmitte erreicht werden. Allein in der ersten Hälfte des zweiten Quartals – also seit Bekanntwerden der Hoeneß-Affäre – waren es bislang 382.

Für den Freistaat bedeutet der Anstieg ein schönes Einnahmeplus: Jede Selbstanzeige spült durchschnittlich etwa 100 000 Euro in die Staatskasse. Seit Einführung der straffreien Selbstanzeige wurden 6372 Bayern vorstellig. So kamen bisher über 600 Millionen Euro zusammen.  mik/geo/kw

Kommentare