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In eigener Wohnung niedergestochen

Traunstein/Kolbermoor - Es war ein wahres Martyrium, das ein 52-jähriger Mann aus Kolbermoor am 8. Juni 2013 erlitten hat. Er wurde in der eigenen Wohnung überfallen, zusammengeschlagen, verbrüht und mit einem Messer schwer verletzt. Die mutmaßlichen Täter, drei Männer im Alter zwischen 45 und 28 Jahren, müssen sich ab 11. März sechs Tage lang wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung vor dem Schwurgericht Traunstein verantworten.

Das schwer verletzte Opfer konnte sich erst nach Stunden bemerkbar machen. Sein Leben verdankt der Mann einer Notoperation. Drei Tage nach der Tat nahm die Kripo drei Tatverdächtige fest. Seither sitzen sie in Untersuchungshaft.

Laut Anklage klingelten die Beschuldigten am Tattag gegen 2.30 Uhr morgens an der Tür ihres Opfers. Die Männer sollen den Mann niedergeschlagen und getreten haben. Als der 52-Jährige reglos am Boden lag, soll ihn einer der Täter mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser in den kleinen Finger geschnitten haben. Zwei der Männer kehrten laut Anklage später in die Wohnung zurück. Wieder trafen den 52-Jährigen Fausthiebe und Fußtritte. Schließlich erhielt er einen Messerstich in den Bauch, der an mehreren Stellen den Darm verletzte und die Beckenschlagader anschnitt. Doch damit nicht genug: Offenbar schüttete einer der Angeklagten noch kochendes Wasser über die Wunden. Ihr Opfer ließen die Täter hilflos liegen. Erst gegen 11.45 Uhr fand eine Nachbarin den lebensgefährlich verletzten Mann.

Allen drei Angeklagten, darunter einem 39-Jährigen aus Bad Aibling, wirft Staatsanwalt Bernd Magiera in Mittäterschaft begangene gefährliche Körperverletzung vor. Dem 45-Jährigen und dem 28-Jährigen, beide aus Kolbermoor, werden zusätzlich versuchter Totschlag und eine weitere gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Zum Motiv ist bislang nichts bekannt. Die Verteidiger sind Harald Baumgärtl und Harald von Koskull, beide aus Rosenheim, sowie Jakob Gerstmeier aus Kolbermoor. Das Schwurgericht wird zahlreiche Zeugen und sieben Sachverständige anhören. kd

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