Zwei Bergtote und ein Waldbrand

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Für die Einsatzkräfte in Garmisch-Partenkirchen verliefen die letzten Tage des Jahres hochdramatisch. Zwei Menschen stürzten in den Tod, dazwischen musste am Kramer ein Waldbrand gelöscht werden.

DAuereinsatz für Retter in Garmisch-partenkirchen

Für die Einsatzkräfte in Garmisch-Partenkirchen verliefen die letzten Tage des Jahres hochdramatisch. Zwei Menschen stürzten in den Tod, dazwischen musste am Kramer ein Waldbrand gelöscht werden.

Garmisch-Partenkirchen – Die anstrengende Serie der Einsätze begann am Dienstagvormittag: Da verständigten zwei Wanderer die Bergwacht über einen tragischen Absturz unweit der Meilerhütte im Wettersteingebirge (bei Partenkirchen). Ein 49 Jahre alter Urlauber aus dem Saarland hatte beim Einstieg in eine seilgesicherte Kletterpassage („Anger Loch“) den Halt verloren. Vor den Augen seines elfjährigen Sohnes stürzte er 200 Meter in den Tod.

Der Bub meisterte trotz des Schocks alleine den Abstieg. Erst unterhalb der Wettersteinalm traf er zwei Wanderer, die sich um ihn kümmerten, bis die Bergwacht eingetroffen war. Mittlerweile ist er bei Verwandten in München. „Das Gelände, in dem der Verunglückte lag, war sehr tückisch“, erklärt Einsatzleiter Hansjörg Krempl. Eisplatten und lockerer Schnee erschwerten die Bergung des Toten.

24 Stunden später trafen erneut schreckliche Nachrichten ein: Ein 39 Jahre alter Oberammergauer, der der dortigen Bergwacht-Bereitschaft angehört, war am Mittwoch gegen 10.30 Uhr nahe der Zugspitze in den Tod gestürzt. Er war mit drei Bergwacht-Gefährten unterwegs und plante eine Überschreitung des Jubiläumsgrats. Laut Polizei herrschten beste Bedingungen für diese schwierige Tour. Bei der Inneren Höllentalspitze geschah das Unglück: Der Oberammergauer trat Schnee locker und stürzte ins Höllental ab. Bei der Bergwacht ist man betroffen. „Ein tödlicher Absturz ist immer tragisch, wenn aber ein Kollege betroffen ist, macht das für die Einsatzkräfte natürlich einen Unterschied“, sagt Klemens Reindl aus Bad Kohlgrub, Sprecher der Bergwachtregion Hochland. Zwischen den beiden Unglücken hielt die Einsatzkräfte ein Großbrand am Kramer oberhalb der St.-Martin-Hütte auf Trab. Mitglieder der Feuerwehren und der Bergwacht stiegen auf rund 1300 Meter Höhe auf und bekämpften den Brand, der erst gegen 4 Uhr unter Kontrolle war. Rund 25 000 Quadratmeter Wald an der Südseite sind verbrannt.  mm/tab

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