DIE BAHN IST VOM START DER ICE-SCHNELLFAHRSTRECKE BEGEISTERT UND WILL DAS ANGEBOT ERWEITERN

Mehr Sprinter nach Berlin

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München/Berlin – Wegen der hohen Nachfrage in den Zügen auf der neuen Schnellfahrstrecke zwischen Berlin und München erweitert die Deutsche Bahn ihr Angebot – allerdings erst beim nächsten Fahrplanwechsel im Dezember.

„Wir werden die Sprinterverbindungen von drei auf fünf Züge pro Tag und Richtung aufstocken“, kündigte Bahn-Chef Richard Lutz am Montagabend in Berlin an. Ein Sprinter hält nur in München, Nürnberg, Erfurt und Berlin und benötigt laut Fahrplan 3:55 Stunden. Das Angebot soll um 15 Prozent oder 3000 Sitzplätze täglich erweitert werden. Neben den zwei Sprintern pro Tag wird es, wie ein Bahnsprecher unserer Zeitung bestätigte, auch zwei bis drei zusätzliche ICE-Züge geben, die öfters halten.

Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke, die die Reisezeit von München nach Berlin auf unter vier Stunden verkürzt, war zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember regulär in Betrieb genommen worden.

Bereits im ersten Monat verzeichnete eine Auslastungs-Analyse 2,4 Mal so viele Fahrgäste wie im Vorjahr. Beim Start war es zu Pannen und Verspätungen gekommen. Bahn-Chef Lutz sagte: „Nach einem etwas holprigen Start sind wird jetzt da, wo wir von Anfang an sein wollten: Qualität, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit stimmen.“ Die ICE waren zu mehr als 90 Prozent pünktlich.

Lutz kündigte zudem an, die Bahn werde in zehn bis 15 Jahren flächendeckend digital mit dem Leit- und Sicherungsstandard ETCS ausgestattet sein. So sollen auf dem deutschen Schienennetz 20 Prozent mehr Züge fahren können, wie Lutz ankündigte. Der Bundeskonzern werde dazu das Programm „Digitale Schiene Deutschland“ starten. Auch Stellwerke und Weichen sollen mit Funktechnik gesteuert und überwacht werden. „Diese Technik macht die rund 160 000 Signale und damit einen Großteil der 400 000 Kilometer Kabel überflüssig“, erklärte Lutz. Die Kosten des Programms, das der Bund finanzieren müsste, nannte er nicht. „Natürlich kostet das Geld, viel Geld“, sagte er nur. Die Rede ist von 20 bis 25 Milliarden Euro.  dw/afp/dpa

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