Marx: „Christen sollen auf Muslime zugehen“

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Zahlreiche Gläubige schlossen sich dem „Kreuzweg der Völker“ durch die Fußgängerzone an. Foto: Klaus Haag

München – Angesichts einer Zunahme von Gewalt, Misstrauen und Hass innerhalb der Gesellschaft und weltweit ruft Kardinal Reinhard Marx in seiner Predigt am Karfreitag, 30. März, beim traditionellen „Kreuzweg der Völker“ in der Münchner Innenstadt zu Versöhnung und Freundschaft zwischen den Völkern, Kulturen und Religionen auf.

Insbesondere sollen die Christen in Deutschland auf Muslime und Nicht-Glaubende zugehen.

„Es scheint mir wieder neu eine Zeit der verbalen, politischen und militärischen Aufrüstung zu sein. Stärke wird demonstriert. Es gilt die Logik von Gewinnern und Verlierern. Sieger soll sein, wer am lautesten und deutlichsten und mächtigsten seine Interessen vertritt“, beklagte der Erzbischof von München und Freising, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist. „Man will Frieden schaffen, so sagt man, mit immer mehr Waffen. Wie soll das gehen? Ich kann eine solche Logik nicht akzeptieren.“

Der Kreuzweg, den Tausende von Christen verschiedenster Herkunft in der Münchner Innenstadt gehen, spreche „die Sprache der Gewaltlosigkeit und der Liebe, die sich verschenkt und so rettet“, sagte Marx. Er sei auch ein Zeichen für diese Stadt und für dieses Land, dass Menschen unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Hautfarben zusammenleben könnten. Zu oft seien in der Vergangenheit zwischen den Nationen und Konfessionen Gräben aufgerissen worden.  mm

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