Feuerteufel schlägt weiter zu

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Eine Serie von Waldbränden im Münchner Südosten hält die Polizei und Feuerwehr weiter in Atem. Fünf Brände gehen bereits auf das Konto eines Unbekannten. Die Polizei befürchtet: Die Serie geht weiter.

Waldbrände im Kreis München

Von Ilsabe Weinfurtner

Taufkirchen/Unterhaching – Der unbekannte Brandstifter, der seit etwa zwei Wochen im südöstlichen Landkreis München Waldbrände legt, hat am Pfingstmontag erneut zugeschlagen: Zunächst in Taufkirchen, dann in Unterhaching wurden Brände in Waldlichtungen gemeldet. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei sind in ständiger Alarmbereitschaft.

Inzwischen zeigt das Vorgehen des Feuerteufels ein gewisses Muster: Der Unbekannte, auf den auch im vergangenen Jahr die 13 Brände im Landkreis München zurückgehen dürften, zündet keine Bäume an, sondern leicht entflammbares Reitgras. Das etwa ein Meter hohe Gras wächst vornehmlich auf Waldlichtungen und ist derzeit dürr und trocken. Dass der Brandstifter dieses Gras weitgehend in Lichtungen anzündet, wertet die Polizei so, dass er keinen übermäßig großen Schaden anrichten möchte. Die betroffenen Flächen waren am Ostermontag mit 400 beziehungsweise 2500 Quadratmetern erneut gering, auch der Schaden war laut Polizei „minimal“. Am Karfreitag hatten Spaziergänger die Feuerwehr alarmiert, weil sie Rauch im Höhenkirchner Forst bei Hohenbrunn gesichtet hatten (wir berichteten). Nicht einmal eine Stunde später wurde die Feuerwehr zu einem weiteren Brand in einem Wald im sogenannten Lohholz bei Grasbrunn gerufen. Die Flächen waren jeweils etwa 1500 Quadratmeter groß. Am Sonntag davor hatte es an zwei Stellen in einem Wald unweit der Putzbrunner Straße in München gebrannt.

Um den Feuerteufel zu fassen, wurde für Hinweise, die zur Festnahme führen, eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Allein 4000 Euro davon hat die „Agrar Grasbrunn GmbH“ bereitgestellt, die zur Unternehmerfamilie von Finck gehört. Das Unternehmen hatte allein durch die Brandstiftungen im vergangenen Jahr einen Schaden von rund 20 000 Euro erlitten. Von der Brandserie in diesem Jahr ist das Unternehmen wiederum betroffen. Am Donnerstag soll es regnen, das lässt Waldbesitzer und Einsatzkräfte hoffen. Zudem geht die Polizei davon aus, dass es durch den Vegetationswechsel mehr junges Grün zwischen den vertrockneten Halmen gibt und die Brennbarkeit der Lichtungen deutlich zurückgeht.

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare