Brauchtumskalender

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Den Brauchtumskalender schreibt für Sie der Volkskundler und AutorAlbert Bichler

2. BIS 8. FEBRUAR BRAUCHTUM; BAUERN- UND WETTERREGELN

2. BIS 8. FEBRUAR BRAUCHTUM

Mariä Lichtmess, 40 Tage nach Weihnachten, ist in der katholischen Kirche ein großes Fest, in Bayern bis 1912 ein gesetzlicher Feiertag. Seit dem 7. Jahrhundert ist im Abendland eine Prozession mit Kerzen in der Kirche bezeugt, die vorher geweiht wurden. Der Tag erinnert an die Reinigung Mariä und die Darstellung Jesu im Tempel und hat eine besondere Bedeutung für Frauen. Nach altem Brauch wurde früher oft einer jungen Mutter Lichtmesswachs um Hand und Fuß geschwungen, um sie und ihr Kind vor Verhexung zu schützen. Ein wichtiger Termin war Lichtmess auch für die Bauern und ihre Knechte und Mägde. Zu Lichtmess konnten sich diese bei deftigen Mahlzeiten einmal richtig satt essen. Die Lichtmesswoche war für sie arbeitsfrei und sollte der Erholung dienen. Wenn sie wollten, konnten sie an ihrem Arbeitsplatz bleiben oder auch „schlenkeln“ und bei einem anderen Bauern einstehen. An Lichtmess begann ein neues Arbeitsjahr.

BAUERN- UND WETTERREGELN

Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee.

Der Februar muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen.

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