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Bayern will Käfighaltung stoppen

Ei-Skandale: Scharf verlangt „zügiges Ausstiegsszenario“ – SPD fordert klare Vorgaben . München – Bayern will ein endgültiges Verbot der Käfighaltung durchsetzen.

Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) erklärte gegenüber unserer Zeitung: „Ich werbe für ein konkretes und zügiges Szenario für den Ausstieg aus der Käfighaltung.“ Zu dem Thema würden bereits Gespräche geführt, bei denen es insbesondere um das Zeitfenster gehe.

Die Firma „Bayern-Ei“ in Niederbayern sorgte zuletzt wieder für Schlagzeilen im Salmonellen-Skandal, weil sie in einem ihrer Betriebe den gesamten Legehennen-Bestand austauschte. 460 000 Hühner wurden getötet. Die Firma steht im Verdacht, für Krankheitsfälle unter anderem in Frankreich und Österreich verantwortlich zu sein.

Im Landtag hatte sich Scharf gegen Vorwürfe gewehrt, bayerische Behörden hätten geschlampt. Heute erklärt sie: „In einem ersten Schritt haben wir das bestehende System der Kontrollen überprüft. Um die Kontrollen vor Ort noch effektiver zu gestalten, bündeln wir die Schlagkraft der Behörden.“ In Zukunft werde auch die Spezialeinheit des zuständigen Landesamts Geflügelgroßbetriebe kontrollieren.

In einem weiteren Schritt fordert Scharf eine ethische Diskussion. Dabei soll es um den „Umgang mit Tieren in industriellen Dimensionen“ gehen. Die Verbraucher seien ohnehin bereits einen Schritt weiter: „Weil Käfigeier von den Verbrauchern nicht mehr nachgefragt wurden, sind sie bei uns nicht im Einzelhandel zu kaufen.“ Laut statistischen Daten stammen allerdings noch immer 30 Prozent der Eier in Bayern aus Käfighaltung.

Der Salmonellen-Skandal und die Käfighaltung sind am Donnerstag wieder Thema im Landtag. Die SPD verlangt im Umweltausschuss eine Debatte zum Umgang mit Legehennen. „Hier muss endlich gehandelt werden, wir brauchen Vorgaben zur tiergerechten Haltung von Legehennen“, sagte die Abgeordnete Susann Biedefeld. Sie fordert eine Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung auf Bundesebene. dw/mg

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