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Birnbachers Angstzustände

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Biathlon - Zu einem wahren Horrortrip hat sich die Heimreise des erkrankten Schlechinger Biathleten Andi Birnbacher von der WM in Südkorea entwickelt.

Wie berichtet, war dem 27-Jährigen vom Mannschaftsarzt Klaus Jürgen Marquardt wegen einer Viruserkrankung ein Startverbot erteilt worden. Nach seiner Ankunft erzählt nun Birnbacher, dass er auf dem elfstündigen Heimflug ziemliche Angst gehabt hätte. Während des Fluges habe er starkes Herzstechen verspürt und einen zu hohen Puls gehabt. "Das waren richtige Angstzustände", schildert Birnbacher.Bereits in Pyeonchang klagte der Schlechinger über Herzstechen. Daraufhin suchte er mit Marquardt eine Klinik in der Stadt auf. Dort wurden bei einer EKG-Untersuchung Unregelmäßigkeiten festgestellt, zuvor hatte der Sportler bereits sehr hohe Pulswerte beim Laufen. In einem Telefonat mit DSV-Arzt Dr. Bernd Wohlfart in München wurden Birnbachers alte EKG-Werte nach Südkorea geschickt. Aufgrund der Unstimmigkeiten mit dem vor Ort gemachten EKG beschlossen die Ärzte in Absprache miteinander den 27-Jährigen mit dem nächsten Flugzeug nach Deutschland zu schicken. "Das Krankenhaus in Pyeonchang hat auch keinen guten Eindruck auf mich gemacht", meinte Birnbacher. Immerhin befürchteten die Ärzte beim Schlechinger dass er sich möglicherweise eine Herzmuskelentzündung zuziehen könnte. Nach einer vierstündigen Fahrt von Pyeonchang nach Seoul zum Flughafen ergatterte der Skijäger das letzte Ticket für den Heimflug nach Frankfurt. "Ich habe während des ganzen Fluges natürlich in meinen Körper hinein gehorcht und vielleicht auch deswegen die Panik bekommen", beschreibt Andi Birnbacher die Situation. "Natürlich habe ich überlegt, mich beim Kabinenpersonal wegen meiner Beschwerden zu melden. Möglicherweise wäre dann der Pilot in China oder Russland zwischengelandet wegen mir und da hätte ich auch Bedenken wegen der medizinischen Versorgung gehabt", sieht es Birnbacher nachträglich schon wieder etwas gelassener.

Nach der Landung am Flughafen in Frankfurt wurde Birnbacher bereits von seiner Mutter und seiner Freundin erwartet und sofort in die Münchner Uniklinik gebracht. Dort wurde er von Dr. Wolfahrt ausführlich untersucht und eine leichte Verschiebung der weißen Blutkörperchen festgestellt. In einem zweiten Check an einer anderen Münchner Klinik wurde Kernspinuntersuchung am Herzen durchgeführt. Dabei gab es Anzeichen einer möglichen Rippenfellentzündung. Nun warten auf Birnbacher noch weitere Untersuchungen, seine sportliche Karriere will er möglichst noch in diesem Winter fortsetzen. "Aber nur, wenn ich absolut gesund bin und mir der Arzt grünes Licht gibt", so der Skijäger nach seinen zuletzt aufregenden Tagen. shu

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