Haag - Der Geschichtsverein hatte bei seiner Hauptversammlung zahlreiche Ehrungen Bilanz und legte das Programm für 2009 vor. Eine Frage allerdings blieb offen, nämlich, was aus dem Schlossturm und dem Museum des Geschichtsvereins werden soll.

Vorsitzender Gerhard Kramer stellte in seinem Rückblick die Informationen in den Mittelpunkt, die der Geschichtsverein "Reichsgrafschaft Haag" seinen Mitgliedern vor allem mit den Diavorträgen bietet. So hatte Rudolf Münch die Haager Pfarrkirche, die Geschichte von Kronacker oder vom Bier im Haager Land beleuchtet und über Neues aus der Geschichtsforschung berichtet. Reiseberichte verfasst hatte Salome Heilmaier über Mexiko und Südamerika. Vorsitzender Gerhard Kramer hatte die Themen Deutsche Geschichte in drei Teilen und Schottlands Landschaften, Burgen und Geschichte.
Die Fahrten des Vereins führten nach München und nach Hohenaschau zur Ausstellung "Adel in Bayern". Die vereinseigene Tanztruppe "Saltandi Hagensis" hatte Auftritte in Eibach und in Albaching. Neben der Teilnahme am Straßenfest und an religiösen Feiern lud der Geschichtsverein wie in den Vorjahren wieder zur Maiandacht, die diesmal in Pyramoos gehalten wurde.
Als wichtigen Termin vorweg kündigte Vorstand Gerhard Kramer die auf 11. März im Gasthaus Kürzeder in Moosham gelegten Neuwahlen von Vorstandschaft und Kabinett an. Die Leitung solle wieder Bürgermeister Hans Haslberger übernehmen.
Dass es nun schon das sechste Jahr sei, dass der Verein nun das leidige Thema Schlossturm verfolge, betonte der Vorsitzende. Die Gerüchteküche habe zu diesem Thema oft gekocht. Man habe schon von Investoren mit Büros und gläsernem Aufzug gehört und von verschiedenen Kaufsmodellen an die Gemeinde. Der Verein wolle bei dem Thema am Ball bleiben, auch wenn derzeit von der Gemeinde nur Allgemeinplätze und Ausweichendes zu erfahren sei. Schwer werde es jedenfalls, die funktionierende Museumsmannschaft Gewehr bei Fuß zu halten.
Zur Ehrung überreichten Vorstand Gerhard Kramer an langjährige Mitglieder das Abzeichen und Stellvertreter Hubert Sailer die Urkunde. Seit 25 Jahren dabei sind Josef Herzog, Auguste Kohlert, Marianne Reich, Horst Kohlert und Margarethe Riederer. In Abwesenheit genannt wurden Eva Deuschl, Josefine Trischler, Maria Wiefarn und als Körperschaft die Kirchdorfer Blasmusik.
Für 2009 sind neun Vorträge geplant, unter anderem über die deutschen Kolonien, die Gurren von Haag und das Haager Geld von Rudolf Münch, über die deutsche Geschichte von Gerhard Kramer und über Indien von Salome Heilmaier. Die Stiftsmesse ist auf Oktober gelegt. xy
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