324.01.10|Wasserburg|Wasserburg|
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Hochkarätige Wirtschaftsvertreter zeigen jedes Jahr beim Neujahrsempfang des Garser "Bildungspaktes" ihre Verbundenheit mit dem Gymnasium. Diesmal ging es um Unternehmensberatung und die Medienbranche.

© OVB
Als Dankeschön erhielten die drei Referenten Prof. Stefan Baldi, Dr. Marcus Englert und Dieter Lachenmaier (von links) als echte Fans des Gymnasiums Gars von Bildungspaktbetreuerin Brigitte Eberl-Hundschell (links) und Schulleiter Gunter Fuchs (rechts) jeweils einen Schulschal und eine Schultasse. Foto Wittmann
Gars - Schulleiter Gunter Fuchs und Brigitte Eberl-Hundschell als Betreuerin des Bildungspakts im Elternbeirat dankten anfangs für die große ideelle und materielle Unterstützung, die das Gymnasium Gars wieder von den Banken und von zahlreichen Firmen der Region erhalten hatte, die als Bildungspaktpartner besonders eng mit dem Gymnasium zusammenarbeiten.
Erster Referent war Dieter Lachenmaier von der BER Unternehmensberatung und Management AG. Er stellte auf kurzweilig-humorvolle und anschauliche Weise die Tätigkeit des Unternehmensberaters vor. Gerade vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise, das wurde den Zuhörern bewusst, brauchen auch die kleinen und mittelständischen Unternehmer unserer Region je nach Unternehmenslage mal einen Coach oder einen Finanzberater, oft aber auch eine "Klagemauer" oder einen "Beichtvater". All diese Funktionen muss ein guter Unternehmensberater erfüllen, was eine vielfältige Qualifikation weit über das rein Betriebswirtschaftliche hinaus erfordert, aber ganz offenkundig auch das Faszinierende dieser Tätigkeit ausmacht.
Als weiterer Referent informierte Prof. Dr. Stefan Baldi von der Munich Business School zunächst allgemein über die neuen Bildungsabschlüsse Bachelor und Master und dann über die vielfältigen Möglichkeiten, die ein Studium an einer privaten Universität mit einer ausgezeichneten Position im Hochschulranking bieten kann. Ausdrücklich warb er auch für vermehrte Studienaufenthalte im Ausland und stellte mit Bedauern fest, dass - ganz entgegen der ursprünglichen Intention - die neuen Universitätsabschlüsse geradezu eine Halbierung der Auslandsaufenthalte mit sich gebracht hätten.
Mit Dr. Marcus Englert begrüßten Schulleitung und Elternbeirat dann voll Stolz einen Top-Manager der Medienbranche - mit Stolz nicht zuletzt deswegen, weil Dr. Englert als Vorstandsmitglied der Pro Sieben Sat 1 Media AG und damit eines Medienriesen mit Milliardenumsatz ein Abiturient des Gymnasiums Gars ist. Nicht nur eine Reihe seiner ehemaligen Lehrer hörte mit großer Freude von den guten Erinnerungen an seine Schule. Auch die übrigen Mitglieder des Lehrerkollegiums konnten seinem Appell, die "Drei W" weiter hochzuhalten, nur beipflichten und hoffen, dass er gerade bei den Schülern der Oberstufe auf offene Ohren stoßen werde: Es gelte, so Dr. Englert, Werte zu vermitteln und sich an diesen zu orientieren. Zudem müsse in der schulischen Arbeit ein klarer Wille zum Erfolg entwickelt werden. Dann werde man sich auch, als drittes "W", seine Wünsche erfüllen können. Dies sei keineswegs nur im materiellen Sinne zu verstehen, sondern insbesondere auch im Hinblick auf die innere Zufriedenheit, die man erlangen könne, wenn man durch eine erfolgreiche Schul- und Universitäts- oder Berufsausbildung eine den eigenen Neigungen und Interessen gemäße Tätigkeit ausüben könne.
Als im Anschluss daran Dr. Englert in einer Präsentation die enorme Bandbreite der Pro Sieben Sat 1 Media AG und hier insbesondere den von ihm verantwortlich geleiteten Bereich "Diversifikation" mit all den vielen Facetten der neuen Medienwelt vorstellte, dürfte sich bei manchen Lehrkräften aber auch eine gewisse Skepsis breitgemacht haben: Ob sich angesichts von mobilem "Snack-TV" unterwegs am Laptop oder der Teilnahme an einem virtuellen Casting für "Germany's next Top-Modell" als Online-Game noch Zeit genug für die Englisch- oder Lateinvokalen finden wird? Dass auch die meisten Schüler des Gymnasiums Gars regelmäßige und gute Kunden des Medienanbieters sind, wurde spätestens dann klar, als Dr. Englert bei seinem Überblick verdeutlichte, dass auch "Communities" wie die Lokalisten oder studiVZ längst von diesem Mediengiganten "geschluckt" worden sind.
Umrahmt wurden die Beiträge der Referenten von Liedern des Auswahlchors unter Leitung von Walter Prokop und von Kurzfilmen, die Schüler im Rahmen des Kunstunterrichts bei ihrem Lehrer Martin Kern produziert hatten - und zwar mit technischem "Equipment", das man mit Unterstützung der Bildungspaktpartner angeschafft hatte. Gemeinsames Merkmal der ganz unterschiedlichen Filme: Sie alle hatten zumindest regionale, wenn nicht gar nationale Preise gewonnen.
Abgerundet wurde der gelungene Abend von einem Büfett, das Elternbeiräte und Schüler "gezaubert" hatten, und bei dem die Gäste und nicht zuletzt auch die Firmenvertreter und prominenten Referenten noch bis in die Nacht hinein beieinander standen. re
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