Wasserburg - Die Damen an den Nachmeldungstischen waren schon vor dem Start des "1.Wasserburger Laufes" durchgeschwitzt, so viele Spontanläufer kamen gestern noch, schraubten die Teilnehmerzahl auf über 1000. **Fotos auf rosenheim24.de**

© Heck
Laufend helfen, das wollten 1100 Kinder, Frauen und Männer aus Wasserburg und Umgebung, die durch die Stadt...
Anna Maria Ehrlicher, die Vorsitzende des Kinderschutzbundes, hatte das perfekte Laufwetter als gutes Omen für den ersten "Wasserburger Lauf" gewertet. Zu recht, denn rund 1050 gut gelaunte Läufer, Geher und Walker machten sich auf die 3,1 Kilometer lange Strecke rund um die Halbinsel.
Schon eineinhalb Stunden vor dem Start des Zwergerllaufes war der Marienplatz, gute Stube der Stadt, brechend voll. Vor allem die kurzentschlossenen Läufer trugen dazu bei. Gut 360 Nachmeldungen hatte das Team des Mehrgenerationenhauses zu bewältigen, 700 vorher angemeldete Starter drängten sich am Nachbartisch. Bei so vielen Teilnehmern und vielen, vielen Zuschauern suchte eine Stadtführerin ihre angekündigte Gruppe vergebens.
Die Läufer und Walker hatten sich so zahlreich eingefunden, dass das Organisationsteam beschloss, das Feld in vier Gruppen loszuschicken. Dass das reibungslos ging, dafür sorgten die "Via Jante"-Trommler, die die Läufer jeweils zusammenfingen, Moderator Jörg Herwegh und Startrichter Johannes Geiger, der auch schon bei Weltmeisterschaften, zuletzt 2009 in Berlin, im Einsatz war.
Eine klassische Siegerehrung "Erster, Zweiter, Dritter" gab es aber nicht, die Organisatoren hatten sich andere Kategorien einfallen lassen. So bekam das Betreuungszentrum Wasserburg, das ein Viertel des Personals auf die Strecke schickte, den Preis für die stärkste Beteiligung. Auch bei den "Großen" gab es einen Kreativpreis, den erhielt die P9 der Hauptschule, die als Kaminkehrer unterwegs waren. Jüngster Teilnehmer war der 2008 geborene Andreas Karg, ältester der knapp 81-Jährige Hanns Airainer.
Und erst als die meisten Läufer und Walker schon im Ziel waren, da wurde der Himmel schwarz, die Frage ob isländische Aschewolke oder Gewitter wurde von Blitz und Donner schnell beantwortet.
"Die Förderung des Mehrgenerationenhauses läuft aus, deswegen brauchen wir Sie", hatte Kölbl gesagt, bevor er sich auf den Weg machte. Knapp 1100 waren da, schlossen die Finanzierungslücke von 40000 Euro allein mit ihren Startgeld zu einem Viertel. Spenden, Tombolaerlös und Würstelverkauf sowie das Ergebnis des Realschullaufes (siehe Kasten) noch gar nicht mitgerechnet. syl
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