Albaching - Das geplante Kinderhaus, die Umgehungsstraße mit der Flurneuordnung, Baugebiete und Bauvorhaben waren die Themen bei der Albachinger Bürgerversammlung.

© Repro Günster
So soll die zweite Bachaufweitung östlich des Dorfweihers aussehen. Geplant ist ein kleiner Park mit einer Insel und der Möglichkeit, zum Wasser zu gehen.
Zu allererst bedankte sich Bürgermeister Franz Sanftl bei allen, die sich in der Gemeinde engagieren. Erst dann gab er Zahlen aus dem Gemeindehaushalt und der Statistik bekannt. Es gibt 1620 Einwohner bei zwölf Geburten und zehn Sterbefällen. Von 1815 Hektar Gemeindefläche gehören 1371 der Landwirtschaft, 324 dem Wald und mehr als 100 Hektar sind bebaut oder asphaltiert. Kämmerer Bernhard Koblechner zeigte die Entwicklung der Steuereinnahmen auf. Vor allem die Gewerbesteuer stellte sich im Verlauf der Jahre als ein Auf und Ab dar, während die Beteiligung an der Einkommenssteuer konstant steigt, bereits 2004 die Gewerbesteuer überholte und jetzt erstmals die 500000 Euro-Marke überschritt. Steil nach oben zeigt auch die Kreisumlage, die heuer auf über eine halbe Million kommt. Erfreulich sind die Schulden: Im kommunalen Haushalt gibt es seit 2008 keine mehr. Zahlen von der Verwaltungsgemeinschaft betrafen die Verwaltung der Gemeinden, die Schule und die Wasserversorgung. Entsprechend der Einwohner bezahlt Albaching dafür knapp 200000 Euro. Für die Wasserversorgung musste die VG ein Darlehen von 50 000 Euro aufnehmen. Rund 5400 Anschließer verbrauchen täglich um die 1000 Kubikmeter, 208000 Kubikmeter musste die VG im vorigen Jahr hinzukaufen.
Zu den größeren Baumaßnahmen gehört die Erweiterung des Gewerbegebietes Oberdieberg, der Bau des Kleinfeldplatzes am Sportplatz. In der Alpichahalle ist mittlerweile der zweite Fluchtweg eingebaut, der Brandschutz verlangte aber noch mehr: Neue Türen für die Verwaltung, Kindergarten, Keller, Gruppenräume und Alpichahalle. Der Kindergarten ist mit 62 Kindern belegt, die Albachinger Grundschule der Klassen eins bis drei mit 70 Kindern. In Albaching sind die Schülerzahlen derzeit leicht rückläufig mit 98 Schülern.
Saniert ist mittlerweile das Kriegerdenkmal, an der Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Rechtmehringer Kläranlage ist man zur Hälfte beteiligt. Bekanntgegeben wurden die möglichen Überschwemmungsgebiete entlang der Ebrach sowie die Kiesstraßen, die wiederhergestellt werden.
Überarbeitet wird derzeit die Regionalplanung. Dabei geht es um Standorte für Fotovoltaikanlagen und Windräder. Erschlossen wird derzeit das Baugebiet Doktorberg mit acht Parzellen.
Genaue Pläne gibt es auch zur zweiten Bachaufweitung östlich des Dorfweihers. Ein kleiner Park mit einer Insel ist vorgesehen. Geplant ist ein Geh- und Radweg nach Kalteneck, der zum Teil über die Mühlwiese verläuft. Vorgestellt wurde auch ein möglicher Geh- und Radweg nach Stetten.
Bei den Wortmeldungen kamen die Grüngutcontainer im Wertstoffhof zur Sprache, ob man die nicht besser stellen könnte. Altbürgermeister August Seidinger fragte nach der Gewichtsbeschränkung nach Unterrach. Bodenuntersuchungen wegen der Tragfähigkeit seien gemacht, antwortete Bürgermeister Sanftl, weitere Untersuchungen kosteten 10000 Euro, der Erfolg sei keineswegs sicher. Aber das letzte Gespräch sei noch nicht geführt, versprach er.
Gefragt wurde auch nach dem Stand zur Umgehungsstraße. Vor der weiteren Planung müsse man erst noch die Einsprüche bei der Flurneuordnung abwarten. Eine andere Wortmeldung betraf die im Gemeinderat diskutierte Beschränkung der neuen Flurerschließungswege auf fünf Tonnen, das genüge für die Landwirtschaft nicht.
kg
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.