Waldkraiburg - Branko Lustig, Holocaust-Überlebender, Oscar-Preisträger und Produzent des Films "Schindlers Liste", hat am Sonntag das Grab von Emilie Schindler auf dem Waldkraiburger Waldfriedhof besucht, um der Frau zu gedenken, die zusammen mit ihrem Mann Oscar im Zweiten Weltkrieg etwa 1200 Juden vor dem Tod gerettet hatte.

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Der 79-jährige Filmemacher wurde dabei unter anderen von der Schindler-Biographin Erika Rosenberg begleitet. Bürgermeister Siegfried Klika hieß die Besucher am Waldfriedhof willkommen.
Lustig unterstützt auch die Idee, im Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau ein Haus des Gedenkens und der Begegnung einzurichten. Dafür setzt sich seit vielen Jahren der wissenschaftliche Leiter der Braunauer Tagung, Andreas Maislinger, ein, der ebenfalls nach Waldkraiburg gekommen war.
Emilie Schindler, die 1907 im mährischen Alt-Moletein geboren wurde und 1949 nach Argentinien auswanderte, kehrte kurz vor ihrem Tod nach Deutschland zurück. Ihren Lebensabend solte sie im Kreise von sudetendeutschen Landsleuten im Adalber-Stifter-Wohnheim verbringen. Dazu kam es nicht mehr. Die mutige Frau starb in einer Klinik in Berlin und wurde am 19. Oktober 2001 auf dem Waldfriedhof beerdigt.
hg/Mühldorfer Anzeiger
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