Die Stadt Waldkraiburg hat 39 Hektar Gewerbeflächen nördlich der Daimlerstraße zu entwickeln. Um sie vermarkten zu können, braucht es eine entsprechende Verkehrsanbindung an die Staatsstraße 2091. Mit einer Einschleifung ist das nicht getan. Jetzt soll ein zusätzlicher Kreisverkehr kommen.

© OVB
Statt Einschleifung vom Gewerbegebiet nördlich der Daimlerstraße in die Staatsstraße 2091 soll hier ein zweiter Kreisverkehr entstehen. GRAPHIK STADT
Waldkraiburg - Das Staatliche Bauamt Rosenheim hat grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, eine Einmündung zum geplanten Gewerbegebiet nördlich der Daimlerstraße zuzulassen. Allerdings wird es mit einer simplen Einschleifung nicht getan sein. Das Staatliche Bauamt sagt "Ja" zu einem Kreisverkehr - das wäre dann ein zusätzlicher in unmittelbarer Nähe zu dem geplanten Kreisel am Kino.
Ein Verkehrsgutachten, das zwischenzeitlich ein Ingenieurbüro durchgeführt hat, geht von einer erhöhten Verkehrsbelastung auf der Staatsstraße 2091 aus. Denn das zu entwickelnde Gewerbegebiet von 39 Hektar bringt in Zukunft bei voller Auslastung einen Verkehr von rund 7000 Fahrten pro Werktag mit sich. Davon werden rund 1200 Fahrten pro Werktag auf den neuen Knotenpunkt verteilt. Für die Staatsstraße sei eine Verkehrszunahme bis 15500 Fahrzeuge pro Tag zu erwarten.
Eine bloße Einmündung mit Vorfahrtsregelung ist laut Gutachten nicht leistungsfähig. Und eine Ampel wird vom Bauamt Rosenheim abgelehnt, da der Verkehrsfluss zu stark beeinträchtigt werde. Mit der Knotenpunktsform eines Kreisverkehres sei das Bauamt nach Rücksprache mit der Regierung von Oberbayern einverstanden.
Der Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der St 2091 nördlich von Waldkraiburg sei generell unverändert umzusetzen - unberührt von dem zusätzlichen Kreisel.
Außerdem berichtet das Staatliche Bauamt, dass es denkbar sei, den erforderlichen Grunderwerb von Bau- und Ausgleichsflächen für den neuen Kreisel zusammen mit dem Grunderwerb für den Ausbau der Staatsstraße abzuwickeln. Die Verwaltung in Rosenheim prüfe dies derzeit. Dabei wird auch geklärt, ob Waldkraiburg Ausgleichsflächen im Mühldorfer Hart erwerben muss.
Gerhard Oswald von der Bauabteilung der Stadt erklärte im Bauausschuss, dass die Stadt für den Kreisel östlich und westlich von den Bayerischen Staatsforsten zusätzliche Flächen in der Größe von 673 und 1625 Quadratmetern erwerben müsse.
Anton Sterr sagte, für das neue Gewerbegebiet sei der Kreisel ein harter Standortfaktor und stelle einen Vorteil bei der Vermarktung der Flächen dar.
Bürgermeister Siegfried Klika erläuterte, die Kosten für den Kreisel müsse die Stadt tragen. Es gebe auch Einsparungen, etwa wegen der dünneren Asphaltschicht, die das Staatliche Bauaumt anbietet. Wie teuer die Maßnahme wird, ist noch unklar. Laut Oswald wurde bisher nur eine Vorplanung ohne Kostenschätzung durchgeführt.
Eva Köhr sagte, sie freue sich. Allerdings werde der Bürger schwer nachvollziehen können, warum an dieser Stelle zweimal kurz aufeinander die Straße gesperrt ist - erst für den einen Kreisel, dann für den zweiten. Es wäre besser, alles in einem "Aufwasch" zu erledigen. Klika meinte, Kreisverkehre können auch "halbseitig gebaut" werden.
Der Ausschuss nahm den Sachstandsbericht billigend zur Kenntnis. kla
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