- Dass Sport die Völker zusammenführen soll, ist ein uralter Gedanke. Und er funktioniert.

Auf dem Minispielfeld veranstalteten daher der VfL, die Hauptschule an der Dieselstraße und die Joseph-von-Eichendorff-Förderschule den Integrationstag "Mitspielen kickt".
Waldkraiburg - Der Aktionstag "Mitspielen kickt - Die Welt auf 1001 Minispielfeldern" des DFB läuft deutschlandweit noch bis zum 15. Mai. Es geht um interkulturelle Integration und Sport - in Waldkraiburg längst eine Selbstverständlichkeit.
Acht Mannschaften der Diesel- und der Förderschule traten auf dem Kleinfeld gegeneinander an.
Mindestens drei Nationen im Team
Aber es ging ja mehr ums Mitmachen. Edanur von der Diesel-Hauptschule ist 15 und Türkin. Sie spielt immer mit ihrem Bruder Fußball. Die Aktion am Minispielfeld findet sie "voll schön. Wir verstehen uns alle voll gut."
Die zwölfjährige Mary-Lee ist Amerikanerin und im Team der Eichendorff-Mädchen. Mit dabei sind auch die Türkin Songül, die Italienerin Simona und Anna aus Österreich. Jenny, Jasmin und Anna-Maria sind Deutsche. Ein buntes Team also. "So will es der DFB: In jeder Mannschaft müssen drei Nationen vertreten sein", erklärt Renate Otterbach, Jugendleiterin beim VfL, die den Tag mit organisiert hat.
Mary-Lee war froh, dass sie mit Mädchen spielte. Die Jungs sind ihr zu wild. "Die sind nervig und geben an und wollen bei den Mädchen nur punkten."
Über den "ersten Event" am Minispielfeld freute sich besonders Bürgermeister Siegfried Klika, vor allem weil des Spielfeld von den Kindern und Jugendlichen "super gut angenommen" werde. Die gemeinsame Aktion und die räumliche Nähe zwischen den beiden Schulen trage zur Integration bei. "Sport und Integration hatten in Waldkraiburg schon immer einen hohen Stellenwert", so der Bürgermeister.
"Sport führt alle zusammen"
Die Siegerehrung übernahm Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber. Als er zu spät kam, mussten Klika, VfL-Vorsitzende Annemarie Deschler und etwa Schulleiter Hans Wax von der Dieselschule und Rektor Franz Göhl von der Förderschule in die Presche springen und die wartenden Schüler mit einem Sieben-Meter-Schießen unterhalten - was mal mehr, mal weniger sportlich aussah, aber auf jeden Fall für viel Applaus sorgte. kla
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