Seit 34 Jahren ist er dem Sonderpädagogischen Förderzentrum eng verbunden. Schon in den 80er-Jahren übernahm Franz Göhl Aufgaben in der Schulleitung der Joseph-von-Eichendorf-Schule. Gestern wurde der Rektor in den Ruhestand verabschiedet.

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Die Gruppe Bragada, der Schulchor, ein Lehrerchor und weitere Mitwirkende gestalteten eine beschwingte Abschiedsfeier für ihren Rektor Franz Göhl, der nach 34 Jahren an der Schule im Ruhestand zu neuen Ufern aufbricht.
Waldkraiburg - Ein Segelboot mit dem Motto "Auf zu neuen Ufern" stand auf der Bühne, ein Leuchtturm und ein Steuerrad schmückten das Rednerpult. Die Dekoration für die Entlassfeier der Abschlussschüler vor einigen Tagen war wie gemacht für die Verabschiedung von Rektor Franz Göhl: Denn jetzt verlässt der Kapitän das Schulschiff und macht sich auf zu neuen Ufern. Viele Wegbegleiter, Vertreter von Behörden, Kommunalpolitiker, Kollegen, Eltern Schüler waren in die Aula der Diesel-Hauptschule gekommen, um dem 62-Jährigen, der aus gesundheitlichen Gründen in Ruhestand geht, ihre Anerkennung auszusprechen.
Seinen Einsatz für einen modernen lebendigen Projektunterricht und sein Engagement, Schulabgängern etwa über die Organisation von Betriebspraktika einen guten Weg ins Berufsleben zu erschließen, würdigten Göhls designierte Nachfolgerin, Konrektorin Maria Klopsch-Wesel, und Konrektor Burkhard Schröder in einer gemeinsamen Laudatio an. "Die Schüler fit zu machen, um ihr Leben selbstständig bewältigen zu können, war Dein zentrales Thema." Zur Entstehung eines modernen Förderzentrums habe Göhl "Wesentliches beigetragen", etwa durch den Auf- und Ausbau des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes oder die Kooperationsklassen.
Die beiden Konrektoren dankten dem scheidenden Rektor für seine moderne, kooperative Art, die Schule zu leiten. Er sei stets offen gewesen gegenüber Anliegen der Lehrer. Klopsch-Wesel: "Im Namen der Schule und der Menschen, die zu ihr gehören, ein ganz herzliches Danke für die Arbeit in all den Jahren."
Viele Redner schlossen sich diesen Worten an, etwa Landrat Georg Huber, der besonders hervorhob, dass Göhl den Kontakt zwischen Förderschule und Wirtschaft, etwa durch das Engagement im "Arbeitskreis Schule und Wirtschaft" immer stark forciert habe. Die Öffnung des Förderzentrums nach außen wie nach innen sei Mittelpunkt der Arbeit gewesen.
Der scheidende Rektor habe sich "für die Sonderpädagogik im Landkreis und auch darüber hinaus verdient gemacht", so Regierungsschuldirektorin Irmgard Doll-Edlfurtner. Göhl habe sich die Freude am Beruf und das Verständnis für Eltern und Schüler bewahrt. Als "zähen und unnachgiebigen Streiter" für die Schüler des Förderzentrums und deren Chancen bezeichnete ihn Schulamtsdirektor Paul Schönstetter. Göhls standespolitisches Engagement im Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband würdigte der BLLV-Kreisvorsitzende Oliver Ludwig.
Auf unterhaltsame Weise erinnerten Renate Käsmeier und Bernhard Fritz im Namen der Kollegen an gemeinsame Erlebnisse. Uschi Beckmann und Nina Kornely stellten dem Rektor ein "Sonderpädagogisches Gutachten" aus: Klassenziel erreicht! Paul Promberger für den Förderverein der Schule, der Elterbeiratsvorsitzende Harald Weiskopf, die Schülersprecher Maria Jansen und Sebastian Strach sprachen dem Rektor ihren Dank aus und wünschten ihm alles gute für den Ruhestand.
Franz Göhl gab in seinen Schlussworten diesen Dank zurück, allen Wegbegleitern und Partnern, die mit ihm zusammen gearbeitet und ihn unterstützt hatten. Dass die Schule im Hinblick auf die pädagogische Arbeit und Fortschrittlichkeit so positiv dastehe, sei das Verdienst "einer starken Truppe", lobte der Rektor insbesondere das 70-köpfige Schulteam. hg
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